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Office Kersten Geers David Van Severen, Galerie, Antwerpen

Eine Galerie für die Gegenwart von Office Kersten Geers David Van Severen

Unterschiedlich hoch, unterschiedlich breit, zu einem Baukörper zusammengeschoben: Fünf Kuben aus Sichtbeton bilden die Tim Van Laere Galerie. Sie wirken wie einzelne Einheiten, die auch alleinstehend denkbar wären. Ihre Öffnungen führen unmittelbar auf die Straße – keine Schwelle verstellt den direkten Zugang zu den Kunstwerken. Die Architekten des Brüsseler Büros Office Kersten Geers David Van Severen möchten die Galerie als „explizit urbanes Gebäude“ verstanden wissen, das jeder und jedem direkten Zugang zur Kunst ermöglicht. Einzelne Flächen stehen von der Fassade ab oder klappen sich aus – mal in Form einer Bank oder eines Vordachs oder einfach als Fensterläden und Türflügel. In zartem Rosa oder Weiß komplementieren sie das zurückgenommene äußere Erscheinungsbild.

Die Aneinanderreihung der Räume wird auch im Inneren thematisiert: Türöffnungen entlang der Nordfassade bilden eine Enfilade. Der Blick reicht vom kleinen Galerieraum – der Kapelle – über den großen Ausstellungsraum durch das Büro bis ins Lager. Nur der Patio am rechten Gebäudeende ist davon abgekoppelt. Sheddächer dienen zur Belichtung der Ausstellungsräume. Im großen White Cube verlaufen sie diagonal. So hat jede der Einheiten eine eigene Dachform. Der schmalen, hohen Kapelle reicht ein Shed für erhabene Lichtverhältnisse, die nicht von der Kunst ablenken, während der Patio Skulpturen unter freiem Himmel zeigt. Die Büros befinden sich in einem zweigeschossigen Aufbau mit Flachdach und über der Lagerhalle liegt eine Dachterrasse. Die Farbpalette ist auf ein Minimum reduziert. Mit Ausnahme des Holzparketts sind so gut wie sämtliche Oberflächen vom Türknauf bis zur Treppenstufe weiß. Lediglich Fensterrahmen und der Handlauf sowie die technischen Bauteile im Lager stechen schwarz hervor. So lenkt nichts von der Begegnung mit den Kunstwerken in der Galerie ab.

Auch konstruktiv ist das Gebäude als Aneinanderreihung einfacher Boxen realisiert. Die Dämmung liegt auf der Innenseite und das Licht für die beiden Galerieräume kommt hauptsächlich von oben. Fugenraster und Ankerlöcher der Schaltafeln zeichnen ein Muster auf den Sichtbeton der Außenfassade, der vor Ort gegossen wurde.

Weitere Informationen:

Bebaute Fläche: 680m²
Gesamtfläche: 810m²
Team: Kersten Geers, David van Severen, Jan Lenaerts, Jacopo Luigli, Stefaan Jamaer
Budget: 1,8 Mio. €
Statik: ARC Multiprofessionele Ingenieurs - Johan Van Schepdae
Haustechnik: HP engineers
Generalunternehmer: Interbuild
Innenarchitektur: OFFICE Kersten Geers David van Severen
Fenster und Türen: Forster / De Visscher
Klimatechnik: Belcotec
Zimmermann: Thierry Lagae

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