You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
Umbau, Fabrik, Beijing, 123 architects

Futuristisch: Umbau einer Fabrik in Beijing

Der heute angesagte Kunstbezirk wurde in den1950er-Jahren als ein von Bauhaus inspirierter Fabrikkomplex von der chinesischen Regierung erbaut – darunter auch die namensgebende Elektronikfabrik 798. Seit 2002 zogen mehr und mehr junge Künstler und Künstlergrößen wie Ai Weiwei in die ehemaligen Fabrikgebäude ein und gestalteten diese neu. Es entstanden zahlreiche Ateliers, Galerien, Film- und Fotostudios, Cafés, Bars und der Bezirk entwickelte sich zu einem bunten Szeneviertel, das sich zunehmend kommerzialisiert.
In diesem Umfeld konzipieren 123 architects ihr Fotostudioprojekt „Masquerade“ mit VIP Räumen in der ehemaligen Fabrik als eine Art Kunstgalerie, die die Besucher anregen soll, das Gebäude und die Innenarchitektur zu erkunden und in den Räumen zu interagieren.

Die neu gestaltete Fassade zieht bereits von außen die Blicke auf das Gebäude und lässt eine Umnutzung der Fabrik erkennen. Ein gewölbter, bogenförmiger Vorbau aus silber gestrichenen Backsteinen erstreckt sich organisch entlang der Fassade und gibt Raum für einen Balkon. Im Erdgeschoss entsteht eine Arkade, hinter der bogenförmige Verglasungen einen ersten Blick in das Studio freigeben. Der Empfangsbereich ist ein weißer Raum, dessen Ästhetik und Designelemente einem Stanley Kubrick-Film entsprungen scheinen. Daran grenzt ein Foyer mit gewölbten, pfirsichfarbenen Wänden mit kannelierter Oberfläche, die mit der freigelegten Decke der Industriehalle kontrastieren.

Das Fotostudio ist konventioneller konzipiert: ein weißer Raum mit doppelter Raumhöhe, der durch bogenförmige Öffnungen in der Wand visuell und räumlich mit dem Balkon im zweiten Stockwerk verbunden ist. Vorhänge dienen der Raumaufteilung und das Studio kann bei Bedarf zusammen mit der Eingangslobby genutzt werden. Einen Essbereich gestalten die Architekten wie einen Ausstellungsraum. Entlang der gewölbten, weißen Wände hängen klassische Bilderrahmen mit Spiegeln und Beleuchtungsquellen. Nebenan befindet sich ein Schminkraum mit Dusche.

Der zweite Stock, dessen Herzstück eine kreisförmige Lounge bildet, ist den VIPs vorbehalten. Die Wände der Lounge sind mit Stoff bespannt, der in grafische Formen geschnitten wurde. Über die gesamte Länge des Raums erstrecken sich zwei gegenüberliegende Sofas. An der Decke hängt eine Installation von konvexen Verkehrsspiegeln. Bogen-und kreisförmige Formen und Designelemente dominieren auch den VIP-Schminkraum und das schmale, langgezogene Badezimmer. Eine Deckeninstallation aus Discokugeln soll hier dem Raum eine weitere Dimension verleihen.

Kurze Werbepause

Weiter Informationen:

Principal: Kazushi Miyamoto
Project team: Cao Xiyangzi (project architect), Aisha Wang
Contractor: Beijing Zhenbangyuanjing Decoration Engineering Co., Ltd

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
/0
Kistefos Museum, Oslo, BIG

Let’s twist again: Kistefos Museum bei Oslo von BIG

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.