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MVRDV

Global arbeiten: Wie arbeitet das international tätige Architekturbüro MVRDV in Zeiten von Corona?

Wie hat sich der Alltag in Ihrem Büro durch das Virus verändert?

Inger Kammeraat: Unsere Arbeitsweise hat sich drastisch verändert. Schon in einem frühen Stadium begannen wir mehr und mehr von zu Hause aus zu arbeiten. Normalerweise ist unser Hauptsitz in Rotterdam ein geselliger und lebendiger Ort. Hier kommen alle zusammen, um zu arbeiten, sich zu treffen, Mittag zu essen, Vorträge zu halten, Gäste zu empfangen und so weiter. Jetzt ist es hier still; die bunten Räume sind leer mit nur wenigen Kollegen, die wir für die operative Seite unserer Arbeit benötigten, der Rest von uns arbeitet im Homeoffice.

Wie gehen Sie mit der Corona-Krise um - laufen Ihre Projekte weiter?

Wir kommen gut gelaunt voran und setzen die Gestaltung verschiedener Projekte fort. Natürlich ist dies eine Krise, die nicht ignoriert werden kann. Wir müssen uns genau anschauen, in welche Art von Projekten unsere Kunden derzeit bereit sind zu investieren. 140 laufende Projekte in 25 Ländern pro Jahr können wir bewältigen. Auch wenn es Projekte gibt, die vorerst auf Eis gelegt wurden, haben wir genug Projekte an denen weitergearbeitet wird. In diesem Sinne ist es ein Segen, global zu arbeiten, denn einige asiatische Länder starten wieder durch.

Welche Tipps können Sie Ihren Kollegen geben?

Bleiben Sie optimistisch, bleiben Sie erreichbar und bewahren Sie den Teamgeist. Für Letzteres organisieren wir zusätzliche Online-Meetings, um das Familiengefühl zu erhalten, für das MVRDV bekannt ist. Darüber hinaus gibt es immer wieder Angebote für Projekte, auch in schwierigen Zeiten. Nutzen Sie auch die Zeit, die Sie haben, um an der Publikation oder an Ideen zu arbeiten, an denen Sie schon immer arbeiten wollten, für die Sie aber nie Zeit hatten. Das wird Ihnen neue Energie geben!

Was sind Ihre Pläne für die Zeit nach der Quarantäne?

Jeden Sommer veranstalten wir ein großes BBQ mit allen unseren Mitarbeitern. In diesem Sommer wird es sich besonders gut anfühlen, als eine schöne Feier nach der Krise. Obwohl diese Krise schädlich ist, sowohl was unsere Gesundheit betrifft als auch wahrscheinlich in unseren Geldbörsen, hoffe ich, dass wir Lehren daraus ziehen können: weniger fliegen, nachhaltigere Gebäude entwerfen, das Bewusstsein für die sozialen Aspekte von Architektur und Städtebau schärfen. Wie es sein wird, kann man in China sehen, wo das Leben jeden Tag ein wenig normaler wird.

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