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Monobloc, Vitra, Jürgen Lindemann

Monobloc: Ausstellung im Vitra Schaudepot

Der Stapelstuhl aus Kunststoff, der für wenige Euros in jedem Baumarkt erworben werden kann, hat endlich den Weg ins Museum gefunden. Die kleine Ausstellung »Monobloc«, die im Schaudepot des Vitra Designmuseums vom 17. März bis zum 9. Juli zu sehen ist, erzählt anhand von 20 ausgewählten Gegenständen die Geschichte des berühmten Alltagsobjekts. Die Grundidee des Kunststoffstuhls geht zurück auf die Vision, einen Stuhl aus einem Guss herzustellen. Ab den 1950er-Jahren wurde es mit den neuen Kunststofftechnologien möglich, Stühle in einem einzigen Produktionsschritt zu fertigen: daher kommt die Bezeichnung »Monobloc«, die sich auf diese Herstellungsweise bezieht. 

Einer der ersten in Serie produzierten Kunststoffstühle war der berühmte »Panton Chair« des Designers Verner Panton, den er zwischen 1958 und 1968 entwickelte. Den »Bofinger-Stuhl« hat der deutsche Architekt Helmut Bätzner Mitte der 1960er-Jahre entworfen; ein weiteres Vorbild für einen erschwinglichen Stuhl war der Stuhl »Selene« des italienischen Designers Vico Magistretti. Als Urtyp eines preiswerten Kunststoffstuhls gilt jedoch »Fauteuil 300«, den der französische Ingenieur Henry Massonnet 1972 präsentierte: Der gesamte Fertigungsprozess für seinen Stuhl konnte auf zwei Minuten reduziert werden. In der Ausstellung wird außerdem die kulturelle Bedeutung des billigen Plastikstuhls – von dem bis heute noch immer nicht bekannt ist, wann und von wem er entworfen wurde – durch künstlerische Eingriffe thematisiert. 

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