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Bauen als Experiment: Steingewölbe in Jericho
Foto: Mikaela Burstow
Ein paar Ziegen suchen unter einem perforierten Steingewölbe Schatten. Sie befinden sich an dem Rand eines Wohngebiets von Jericho. So unspektakulär der Ort erscheinen mag, so außergewöhnlich ist jedoch der Prozess, der diesen experimentellen Bau begleitet hat. Es handelt sich um eine mehrfach gewölbte, selbsttragende Netzstruktur aus 300 individuell geschnittenen, ineinandergreifenden Steinen. Das Gewölbe überspannt eine Fläche von rund 60 Quadratmetern bei einer Spannweite von sieben Metern und einer konstanten Dicke von lediglich zwölf Zentimetern. An drei Fußpunkten liegt das Gewölbe auf. Die abgeschrägten Schnittstellen der Steine bewirken, dass sich die Steine gegenseitig halten. Mit der Wahl des Materials – eingesetzt wurde der Kalksteintyp Injasa – gehen die Architekten auf ortstypische Bauweisen ein. Bemerkenswert ist dabei, wie hierfür traditionelles Handwerk und digitale Entwurfs- und Fertigungsmethoden ineinandergreifen.
So wurde für den Bau des eigentlichen Daches zunächst eine Negativform aus exakt zusammengesetzten Polystyrolblöcken erstellt. In diese frästen Roboter auf Grundlage eines digitalen Modells die (Negativ-)Form der Steine. Zeitgleich bauten ortsansässige Handwerker ein hölzernes Traggestell, auf das sie im Anschluss die Negativform legten und so die endgültige Gewölbeform vorgeben konnten.
Mit dem Einfügen der Steine in die Polystyrolform begann man in der Mitte des Daches und arbeitete in konzentrischen Kreisen langsam Richtung Fußpunkte weiter. Während des Prozesses wurde die Geometrie mehrmals korrigiert; bei der Spannweite von sieben Meter kam es zu vertikalen Verschiebungen der Bögen. Schritt für Schritt baute man schließlich Holzgestell und Negativform ab. Jede noch so kleine Verschiebung der Steine untereinander wurde dabei registriert und vermessen. Das Ergebnis kann sich jedoch sehen lassen. Es beweist die Tragfähigkeit der für das Künstlerhaus vorgesehenen Konstruktion.
So wurde für den Bau des eigentlichen Daches zunächst eine Negativform aus exakt zusammengesetzten Polystyrolblöcken erstellt. In diese frästen Roboter auf Grundlage eines digitalen Modells die (Negativ-)Form der Steine. Zeitgleich bauten ortsansässige Handwerker ein hölzernes Traggestell, auf das sie im Anschluss die Negativform legten und so die endgültige Gewölbeform vorgeben konnten.
Mit dem Einfügen der Steine in die Polystyrolform begann man in der Mitte des Daches und arbeitete in konzentrischen Kreisen langsam Richtung Fußpunkte weiter. Während des Prozesses wurde die Geometrie mehrmals korrigiert; bei der Spannweite von sieben Meter kam es zu vertikalen Verschiebungen der Bögen. Schritt für Schritt baute man schließlich Holzgestell und Negativform ab. Jede noch so kleine Verschiebung der Steine untereinander wurde dabei registriert und vermessen. Das Ergebnis kann sich jedoch sehen lassen. Es beweist die Tragfähigkeit der für das Künstlerhaus vorgesehenen Konstruktion.
Weitere Informationen
Fläche: 60 m2 Fertigstellung: März 2017
Fläche: 60 m2 Fertigstellung: März 2017




















