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Mikrokosmos und Mickey Mouse: Schule in Montévrain
Foto: Luc Boegly
Entlang des Bürgersteigs präsentiert sich das Ensemble aus Kindergarten, Grundschule und Wohnungen für die Erzieherinnen und Erzieher mit einer durchgehenden, glatten, weißen Betonfassade. Rautenförmige Einschnitte erinnern an Maschrabiyyas und lassen keine Einblicke zu. Das zusammenhängende Gebäude ist über dem Erdgeschoss in mehrere Kuben gegliedert, die über diese Fassade hinausragen. Genauso wie sämtliche Dachaufbauten sind sie mit rautenförmigen, grau gebeizten Holzgittern verkleidet, die sich auch auf der Innenseite als Markisen und weit auskragender Sonnenschutz wiederfinden.
Durch einen der Eingänge, die durch kleine Gewölbe markiert werden, tritt man in den Mikrokosmos der Schule ein. Vor allem der Kindergarten ist ausschließlich zum Innenhof orientiert. Er bildet einen Teil der kleinen Ortschaft, die die Architekten in ihrem Entwurf sehen. Sie möchten mit der Schule einen sicheren Hort schaffen, an dem die Kinder sich ihre neue Welt aneignen, Selbstständigkeit entwickeln und Neugierde an den Kuriositäten dieser Welt entwickeln.
Die Grundschule öffnet sich schon um einiges mehr. Ihr Schulhof kann außerhalb der Schulzeiten auch von der Öffentlichkeit genutzt werden und wird nur noch an zwei Seiten vom Schulgebäude gefasst. Die Mensa verknüpft Schule und Kindergarten miteinander und ist neben dem sogenannten Aktivitätszentrum – einem Mehrzweckraum im Erdgeschoss – die einzige Schnittstelle aller Altersgruppen.
Die Spielplätze der Schule in Montévrain wirken wie von Kinderhand entworfen – im besten Sinne. Eine Traumwelt zum Toben, Verstecken und Fußballspielen; gewisserweise wie Peter Pans Nimmerland, einer Insel auf der Kinder abgeschieden leben und nicht mit der realen Welt konfrontiert werden. Und so hält Disney am Ende doch ein klitzekleines bisschen Einzug in den Schulbau von Vincent Parreira Atelier Architecture.

















