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inside 1/2016

Inside 1/2016

Für erholungsbedürftige Urlauber ein Sehnsuchtsort der Entschleunigung, für den Jetlag-geplagten Geschäftsreisenden eher transitorische Funktions-Unterkunft: Hotels bieten eine weite Projektionsfläche für Wünsche und Anforderungen zwischen Alltagsflucht und »Daily Business«. Den fließenden Übergang zwischen Exotik und Gewohnheit klug zu instrumentieren und — jenseits kurzlebiger Designtrends — in einen spannungsvollen Dialog zu setzen, der den Gast nicht überfordert, bestimmt maßgeblich über den Erfolg eines Hotelkonzepts.

Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es einer deutlich lesbaren architektonischen Handschrift, die eine glaubhafte Haltung zu ihrer unmittelbaren Umgebung erkennen lässt und sie innenräumlich zu interpretieren versteht. An genau dieser Nahtstelle bewegen sich die Projektbeispiele in der vorliegenden Ausgabe von DETAIL inside: Als exklusiven Gegenpol zur lärmig flirrenden Außenwelt inszeniert das Hotel Tuve in Hongkong eine sinnliche Oase mit gravitätischen Raumstimmungen und erlesenen Materialien.

Ein ausbalanciertes Spiel mit Tradition und Moderne gelingt in Basel bei der Umwandlung eines denkmalgeschützten Apartment­gebäudes aus den 50er-Jahren in das Viersternehotel Nomad. Locker und leger hält das digitale Zeitalter Einzug ins Hotel Schani Wien: Maßgefertigte Möbel, überraschend kombinierte Materialien und bauliche Zitate mit lokalem Bezug erzeugen eine unmittelbare Wohlfühlatmosphäre, die den Gast jederzeit in den Mittelpunkt stellt.

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