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Konzept Musik und Theater

Ein Theater als Wahrzeichen einer Stadt, vielleicht sogar eines ganzen Kontinents – Jørn ­Utzon ist das mit seinem expressiven, 1972 vollendeten Opernhaus in Sydney gelungen. Um Jahrzehnte nimmt er damit eine Entwicklung vorweg, die sich in allerjüngster Zeit manifestiert: Theaterbauten, im Gegensatz zu Museen lange Zeit eher von der Funktion bestimmte Zweckarchitekturen, treten zunehmend in Form spektakulärer Stadtbausteine in Erscheinung, wie Roman Hollenstein in seinem Beitrag »Raum für Spiele« (S. 146ff.) zeigt. Von Dubai bis Moskau, von Valencia bis Rio de Janeiro werden Stararchitekten engagiert, um mit skulpturalen Bauwerken Zeichen zu setzen. Manche davon allerdings verlieren sich in ihrer formalen Geste, ohne wirklich zu überzeugen, wie das einem gigantischen Ufo ähnelnde, ­monumentale Konzerthaus von Paul Andreu in Peking (s. Abb. S. 153). Weniger von formalen Zwängen als von der Situation vor Ort geprägt erscheint dagegen das neue Haus für die norwegische Staatsoper von Snøhetta (S. 198ff.), das zweifellos zu den großartigsten Kulturbauwerken der vergangenen Jahre gehört. Eindrucksvoll am Oslo-Fjord gelegen, wird es mit seiner begehbaren Dachfläche selbst zum öffentlichen Raum – zur Landschaft in der Stadt. Als Tribüne über dem Wasser ­bietet es grandiose Ausblicke und lässt sich gleichzeitig von Besuchern wie Spaziergängern vereinnahmen – so werden Berührungsängste mit der Institution Oper abgebaut.

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DETAIL 3/2009

Konzept Musik und Theater

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