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Termine

Architektur | Termine | Heft 7+8/2013

Think global, build social! Ausstellung und Konferenz in Frankfurt

Anfang Juni 2013 widmen das Deutsche Architekturmuseum DAM in Frankfurt/Main und das Architekturzentrum Wien AzW in Kooperation mit der Zeitschrift Arch+ dem Thema sozial engagierter Architektur in benachteiligten Regionen eine Ausstellung und ein Symposium: „Think global, build social! Bauen für eine bessere Welt"

Ausstellung
Datum:
8. Juni – 1. September 2013, Eröffnung am 7. Juni, 19 Uhr

Symposium:
Datum: 7. Juni 2013, 10.30 - 17.50 Uhr

Ort: Deutsches Architekturmuseum DAM, Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt am Main

MASS Design Group: Butaro Hospital, Foto: Iwan Baan

„Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von 22 Positionen, die sich weltweit mit der gesellschaftlichen Relevanz von Architektur befassen. Sie ist gegliedert in fünf thematische Kapitel: Material, Wohnen, Partizipation, Kultur und Design-Build-Programme. Diese Kategorien sind flexibel und miteinander kompatibel, viele der gezeigten Beispiele enthalten mehrere Aspekte zugleich. Im Zentrum der Auswahl stehen dabei realisierte Bauten aus etwa den letzten zehn Jahren bei denen eine konkrete Wirkung vor Ort bereits sichtbar geworden ist. Kuratiert ist sie von Andres Lepik, dem neuen Direktor des Architekturmuseums der TU München, der bereits mit seiner Vorgängerausstellung „Small Scale, Big Change“, 2010 im New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) den Fokus auf dieses Thema gerichtet hatte.

Nicht erst seit der Wirtschaftskrise von 2008, die vom spekulativen Häusermarkt in den USA ausgelöst wurde, ist die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung des Architekten-standes wieder verstärkt in die öffentliche Diskussion gerückt. Angesichts explosiv wachsender, gesichtsloser Megacities und dem zugleich rasant steigenden Anteil an Menschen, die weltweit in Slums leben, stellt sich die drängende Frage: Welche Lösungen hat die Architektur heute für jene Teile der globalen Bevölkerung zu bieten, die selbst nicht als Auftraggeber in Frage kommen? Wie definiert Architektur, als eine Disziplin die zwischen künstlerischen, ökonomischen und ökologischen Ansprüchen steht, ihre gesellschaftliche Relevanz?”

Schon vor der Wirtschaftskrise von 2008 gab es am Anfang des 21. Jahrhunderts eine Reihe von wichtigen Neuansätzen in Richtung einer „architecture engagée“, einer Architektur ohne Auftraggeber. Im Unterschied zu Bestrebungen in den 60er Jahren sind diese Initiativen aber nicht politisch motiviert, sondern eher radikal pragmatisch.” Bekannt sind in diesem Zusammenhang die Schweizerin Anna Heringer, die als Diplomarbeit eine „Hand-made School“ in Bangladesch realisierte, und der aus Burkina Faso stammende Architekt Francis Kéré, der für seine Heimat Schulen entwirft, die auf die lokalen Bautechniken der Bevölkerung eingehen Es sind sehr oft Architekten mit einem internationalen Ausbildungs- und Erfahrungsprofil, die solche Initiativen anstoßen und es scheint, als ob gerade das Wissen von globalen Zusammenhängen eine notwendige Voraussetzung ist, um im lokalen Kontext konkrete Veränderung zu erzielen.” (DAM)

Emilio Caravatti, Matteo Caravatti, Sarah Trianni: Schule Djinindjebougou, Djinindjebougou, Mali, 2006-2007, Foto: Emilio Caravatti

Im Symposium am 7. Juni 2013 sind unter anderem Hubert Klumpner (Urban Think Tank, Zürich), Anne-Julchen Bernhardt und Jörg Leeser (BeL Associates, Köln), Bernadette Heiermann (RWTH Aachen), Susanne Hofmann (Die Baupiloten, Berlin) und Anna Heringer (Laufen C4) geladen. Die Veranstaltung ist in drei thematische Blöcke gelgliedert: Design-Build-Projekte in Afrika und Europa, Soziales Engagement von Architekten in Europa, Asien und Südamerika sowie innovative Konstruktionen mit traditionellen lokalen Materialien. Sie wird moderiert von Dietmar Steiner (AzW), Andres Lepik (Architekturmuseum TU München) und Anh-Linh Ngo (Arch+).

Die Vorträge werden in englischer Sprache gehalten.
Die Teilnahmegebühr für das Symposium beträgt EU 8,– bzw. EUR 4,– für Studierende mit gültigem Studentenausweis. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Mitglieder der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen können für die Teilnahme 6 Fortbildungspunkte erhalten.

www.dam-online.de

Diébédo Francis Kéré: Weiterführende Schule Gando, Gando, Burkina Faso, seit 2010, Foto: Francis Kéré

Atelier d'architecture autogérée (AAA):R-Urban, Colombes, Frankreich, 2008, 2011-2015 (1. Phase), Foto: Atelier d'architecture autogérée (AAA)

Architects Rudanko + Kankkunen: Sra Pou Berufsschule, Sra Pou, Kambodscha, 2010-2012, Foto: Anssi Kankkunen

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