Skulpturaler Soundtrack: Installation von Thilo Frank
EKKO ist eine permanente Landschaftsinstallation, gebildet aus 200 quadratischen Holzrahmen die einen kreisförmigen Fußweg überspannen. Die Rahmen scheinen sich, wie aufgefädelt, gleichmäßig um eine ringförmige Mittelachse zu drehen und bilden so den Eindruck eines gleichzeitig lichten und tunnelartigen Raumes.
Installation: Thilo Frank, Berlin
Standort: DK-9320 Hjallerup (ca. 20 km nördlich von Aalborg)
Der tunnelartige Raum erscheint durch die von Reihungen der Rahmenecken geformten fließenden Linien als helixartig gewundenes Volumen. Umringt wird die Skulptur von senkrechten Holzpfosten mit einem Abstand analog zu dem der Rahmen. Im Inneren zeichnet die Sonne aus den schrägen Rahmen und den senkrechten Stäben ständig wechselnde Licht- und Schattenmuster während der Besucher sich durch die Skulptur bewegt.
Verborgen eingebaute Mikrofone zeichnen Geräusche der Besucher und der Umgebung auf. Diese akustische Kulisse wird - digital gefiltert, manipuliert und neu arrangiert - über Körperschallwandler auf einige Holzrahmen übertragen, die sie in unregelmäßigen Intervallen einspielen. Die Skulptur wird so zu einem Instrument das einen ständig wechselnden Soundtrack spielt und sich dabei wie zufällig aus einem Archiv der Geräusche des Ortes bedient. Die Form und ihre räumliche Wirkung im Zusammenspiel mit der akustischen Verfremdung fordern den Besucher heraus, seine gewohnte Wahrnehmung von Raum und Klang zu hinterfragen. Von Außen erzeugt die Überlagerung der Strukturen je nach Perspektive und Bewegung des Betrachters Moiré-Effekte und ein Flimmern der ganzen Skulptur.
Thilo Frank ist ein in Berlin ansässiger, junger, international arbeitender Künstler der in den Bereichen Kunst im öffentlichen Raum, Installation und Skulptur tätig ist.
Das Utzon Center in Aalborg, Dänemark zeigt noch bis zum 10. Februar 2013 eine Dialogausstellung mit ausgewählten Werken.
Im Frühjahr 2013 wird Thilo Frank an der Sharjah Biennale, UAE, teilnehmen. Momentan ist außerdem seine Arbeit 'Reflected Phoenix' im Rahmen der Ausstellung 'Imaginäre Reisen' im Amerika Haus in Berlin zu sehen.
Peter Popp
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