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Sauerbruch Hutton, Venedig, Italien, Museum, Museo M9

Bunter Solitär: Museo M9 von Sauerbruch Hutton

Mestre ist für viele nur ein trister Durchgangsort auf dem Weg in die Lagune von Venedig. Doch auch die Vorstadt hat sich in den letzten Jahren kulturell weiterentwickelt. Das neue Museo M9 trägt seit der Eröffnung im Dezember dazu bei. Der Name M9 – Museo Novecento – verrät indirekt das Thema des Museums: Novecento steht für das 20. Jahrhundert Italiens.

Vor dem Quartiersumbau von Sauerbruch Hutton war das Areal um den alten Convento delle Grazie eine Ansammlung ungenutzter, baufälliger Militärgebäude. Heute beleben zahlreiche Blickbeziehungen und Durchwegungen das Grundstück rund um das ehemalige Kloster aus dem 16. Jahrhundert. Das Erdgeschoss wird zum großen öffentlichen Bereich. In den Obergeschossen befinden sich Co-Working Spaces im alten Konvent und Ausstellungsflächen im neuen Museum. Die Stiftung der Fondazione di Venezia zeigt dort die Geschichte Italiens des 20. Jahrhunderts.

Der alte Konvent wurde behutsam renoviert, und um ein opakes Membrandach zum Schutz des Klosterhofes ergänzt. Dieses liegt seitlich nicht auf, sondern spannt sich wie ein Regenschirm über den Hof. Das Gebäude wurde komplett entkernt, lediglich die aussteifenden Wände blieben erhalten. Eingesetzte Rahmen verbinden die Räume miteinander zu großzügigen Co-Working Flächen. Neue Deckenbalken aus Holz erhöhen die Belastbarkeit und erinnern optisch an die typischen Decken in venezianischen Palazzi.

Schon von Weitem sticht der Neubau des Museo M9 mit der bunten Fassade aus farbigen Keramikpaneelen hervor. Mit der Farbigkeit und ihrem Wechselspiel haben sich Sauerbruch Hutton intensiv beschäftigt. Die Paneele passen sich der umliegenden Bebauung an und erweitern das Farbspektrum dezent.

Herzstück des Museums ist die lange Kaskadentreppe, die von einem durchgehenden Fenster flankiert wird. Im ersten und zweiten Obergeschoss wird die interaktive Dauerausstellung gezeigt. Im dritten Obergeschoss können Wechselausstellungen stattfinden. Der stützenfreie Raum wird indirekt über ein Sheddach belichtet. Weitere großformatige Fenster eröffnen dort den Blick über die Dachlandschaft von Mestre.

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