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EY Centre, fjmt, Foto: Rodrigo Vargas

Eleganz trifft Effizienz: EY Centre von FJMT in Sydney

In einem belebten Bezirk im Zentrum Sydneys fügt sich das EY Centre mit einer Höhe von 155 m in die urbane Bebauungsstruktur ein. Der Gewerbebau ist in Stahlbeton ausgeführt und umfasst auf 37 Stockwerke verteilt 44.000 Quadratmeter. Sein Grundriss besteht aus einem kompakten, quadratischen Kern, der mit Funktionen wie Erschließung und Sanitär als versorgendes Rückgrat fungiert und zwei größeren, rechteckigen Körpern, mit abgerundeten Ecken. Letztere schließen an der Nord- und Westseite an den Kern an. Sämtliche Außenräume sind liebevoll gestaltet. Den Eingang inszenieren zwei sich kreuzende Säulen, die den Bau aufständern. Sie verleihen dem massiven Wolkenkratzer Leichtigkeit, scheinen ihn regelrecht auf Zehenspitzen tanzen zu lassen.

Das Herzstück des EY Centre ist seine innovative und hocheffiziente Fassade. Sie zieht nicht nur wegen ihrer nahezu orangen Farbgebung inmitten des grauen Großstadtdschungels sämtliche Aufmerksamkeit auf sich, sondern wartet mit innovativer Technik auf. Die Ansichten des Turms setzen sich wechselweise aus raumhoch verglasten Bereichen und schmalen schwarzen Zwischenstücken zusammen. Diese horizontal gestapelten Schichten betonen die Geschosse und machen sie nach außen hin klar ablesbar. Die mfree-SCCF (maintenance free, sustainable closed cavity facade) ist ein zweischichtiges Fassadensystem. Zwischen zwei Glaselementen gibt es einen integrierten, vollautomatisierten Sonnenschutz aus Holz, der als kinetische Hülle das Gebäudeklima reguliert. Die Fertigteilmodule entstanden in einer zweijährigen Forschungsphase, in der unter anderem der Hohlraum zwischen den Verglasungen optimiert und getestet, und klimatische und transporttechnische Details durchdacht wurden. Das Ergebnis ist die erste Holz-Doppelfassade in Australien, die sowohl optisch als auch energetisch auf ganzer Linie überzeugt.

Neben dem belebten Sockel mit Lobby, Einzelhandel und Kunstinterventionen, finden im EY Centre Büros ihren Platz. Diese sind in flexiblen Systemen organisiert und reagieren in ihrer Aufteilung auf die Anforderungen der Nutzer. Lokale Materialien wie Sandstein komplettieren die Materialpalette; grüne Details lockern den Turm auf. Noch mehr regionalen Bezug schaffen Kunstwerke von Aborigine-Künstlern. Die Innenräume sind größtenteils transparent gehalten. Im Bereich der Arbeitsplätze gibt es viel Glas, die Decke des Lobbybereichs kleidet eine spannende Struktur aus dreieckigen Holzelementen.

Selbst unter Berücksichtigung diverser Restriktionen wie Höhe, Gebäudefluchten und Grundfläche gelingt es den Architekten FJMT den sowohl qualitativ hochwertigen als auch ökologisch nachhaltigen Bau ohne immense Zusatzkosten zu entwerfen. Dies umfasst neben ressourcenschonender Planung mit recyceltem Holz außerdem eine effiziente Wasserplanung, Beleuchtung ausschließlich mit LEDs, Förderung von Elektrofahrrädern mit Parkplätzen, Ladestationen und Umkleiden.

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