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INET, AZC + Michel Spitz, Foto: AZC

Futuristisch trifft heimelig: »INET« von AZC + Michel Spitz

Der Bau setzt sich aus zwei Elementen zusammen. Auf einer dreigeschossigen Sockelzone wächst nach einer zurückhaltenden Zwischenetage über vier Stockwerke ein kleiner Turm in die Höhe. Während sich die Ansicht zur im Süden anschließenden Straße hin kompakt zeigt, entwickeln sich die beiden Baukörper an der Nordseite freier und in unterschiedliche Richtungen. Es scheint als würde das »INET« hier seine Fühler in verschiedene Richtungen ausstrecken. Die Geometrie wirkt extrovertiert, als strebe sie nach Individualität.

Die Fassaden sind einheitlich gestaltet. Silbrig graue umlaufende Bänder zeichnen die einzelnen Geschosse nach. Dazwischen kleiden die Ansichten abwechselnd geschlossene Paneele im selben Silbergrau und raumhohe Glaselemente, je nach Bedarf an Privatsphäre im Inneren. Anstatt harter Kanten und Abschlüsse verleihen die Architekten AZC + Michel Spitz dem Neubau mittels abgerundeter Ecken ein leicht futuristisch angehauchtes Äußeres.

Auch die programmatische Gliederung orientiert sich an dem dualen Konzept der beiden Volumina. So widmen sich die Bereiche im unteren Teil der Wissensvermittlung, im Turm dagegen sind die Büros untergebracht. Der Sockel öffnet sich über eine Glasfront nach Osten hin und empfängt den Besucher im offen gestalteten Entrée. Direkt anschließend gibt es einen Patio, rund um den die Architekten das Auditorium mit Platz für über 200 Zuhörer und die Klassenräume anordnen. Alles ist perfekt auf reibungslose Abläufe und Zeitoptimierung abgestimmt. Der Turm wartet mit einer flexiblen, offen gehaltenen Aufteilung auf. Die Büroräume organisieren sich ebenfalls rund um einen zentralen Erschließungskern mit Treppenhäusern und Liften.

Die Oberflächen und Materialien im Inneren folgen einer modernen Linie. Neben viel Sichtbeton gibt es schlichte weiße Wände und Akustikdeckenplatten. Die Farbe Gelb zieht sich durch das gesamte »INET« und findet sich in Form von verschiedenen Details immer wieder. Einen besonderen Hingucker bildet das imposante offene Treppenelement, das sich, zentral im Foyer positioniert, in die oberen Geschosse weiterentwickelt. In Holz gefertigt folgt es in seinem Design den Außenansichten und strahlt dabei gleichzeitig einen heimeligen Charakter aus.

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