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Dietmar Feichtinger Architectes, Veolia Paris, Foto: Hertha Hurnaus

Grüner Kern: Bürogebäude von Dietmar Feichtinger Architectes

Die Avenue Victor Hugo verbindet Paris mit Aubervilliers. An diesem Verbindungsstück ist bereits seit einigen Jahren die Entwicklung eines neuen Stadtviertels zu beobachten. Vor etwa einem Jahr wurde dort eine Brücke eingeweiht, die den Stadtteil endlich auch für Fußgänger besser erreichbar macht. Mit der Firmenzentrale von Veolia ist die Entwicklung ein weiteres Stück vorangeschritten.

Das große Glück des Entwurfes ist die Verbindung zu einem Kanalbecken im Osten. Hier liegen der Haupteingang des Gebäudekomplexes und das zweigeschossige Foyer mit darüberliegender Dachterrasse. Von dort aus kann der Blick über das Wasser und die Umgebung schweifen. Gleichzeitig öffnet sich das ansonsten neungeschossige Gebäude hier für Blicke der Passanten. Für den Fall, dass es in Zukunft von verschiedenen Firmen genutzt werden sollte, ließe es sich über zwei weitere Eingangshallen im Norden und im Süden separat erschließen. 

Die Fassade wird an der Straßenseite vor allem vom Relief der Führungsschienen für den Sonnenschutz gegliedert. An der Westfassade kommen dafür mobile Sonnenschutzlamellen aus Streckmetall zum Einsatz. Anodisiertes Aluminium verleiht dieser Seite des Gebäudes einen goldenen Schimmer und ein dynamisches Fassadenbild.

Die Materialität der Architektur spielt auch im Inneren eine große Rolle. Sichtbeton und Holzoberflächen geben den modernen Büroräumen eine besondere Textur, ohne die Funktion der Bauteile verschleiern zu wollen. So sollen auch »Stützen als strukturierende Elemente wahrgenommen werden, ohne großartige technische Kniffe«, sagt Dietmar Feichtinger.

Ebenso entspannt ist die Kommunikation auf großzügigen Treppenpodesten und den Wegen durch die Gärten und das Gebäude möglich. Die Treppen liegen allesamt an der Fassade, sodass von dort aus auch immer ein optischer Bezug zur umgebenden Landschaft – gebaut oder natürlich – gegeben ist.

Verschiedene Gastronomiebetriebe im Gebäude genießen allesamt entweder Zugang zum Garten oder das Privileg eines Ausblicks über Paris. Außerdem verfügt die Firmenzentrale auch über ein Auditorium mit 200 Plätzen. Ein Garten auf der gleichen Ebene täuscht darüber hinweg, dass man sich an dieser Stelle bereits ein Geschoss unter der Straßenebene befindet. Der hohe Baumbewuchs der Gärten wird in Zukunft die vertikale Verbindung der Ebenen noch weiter verstärken.

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Weitere Informationen:

Wettbewerb: Januar 2012
Planungsbeginn: November 2012
Baubeginn: März 2014
Fertigstellung: Juli 2016
Baukosten: 121 Mio. €
Nutzfläche: 45186 m²
Team Wettbewerb: Mathieu Miclot, Claire Bodenez, Déborah Blaise, Laura Ulloa, Barbara Feichtinger-Felber, Camille Crépin, Guillaume Buton, Elisabet Lara, Gerardo Rosenzweig, Franciso Castellanos, Ricardo Lovelace, Fatima Abel Couceiro
Projektleitung: Dietmar Feichtinger, Matthieu Miclot
Team: Alessandro Capello, Paolo Carignano, Karolina Kania, Erika Naccari, Cristina Giordani, Giulia Borghi, Begona Camarero, Déborah Blaise, Louise Deguine, Irene Roca Moracia, Gerhard Pfeiler, Fatima Abel Couceiro, Laura Enshaie

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Architektur und Landschaft, DETAIL 12/2017

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