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Innovative Wand- und Deckenkonstruktionen für den Flughafen Berlin-Schönefeld

Wand- und Deckenkonstruktionen Flughafen Berlin-Schönefeld
Foto: Saint-Gobain Rigips GmbH/Mänz und Krauß Ausbau GmbH

Nach der endgültigen Schließung des Ber­liner Flughafens Tempelhof musste das Eventflugunternehmen »Air Service Berlin« schnellstmöglich einen neuen Standort finden. Deshalb wurde das bestehende Terminal C im Flughafen Berlin-Schönefeld in eine neue Show- und Eventlocation umgewandelt. Die Innenräume sind mit gefalteten und gekanteten Trockenbaukonstruktionen ausgeführt und bilden die Basis des Raumkonzepts, das das Architekturbüro BauWerke entwickelte. Mit der Umsetzung der Innenausbauarbeiten wurde Mänz und Krauß Ausbau aus Berlin beauftragt.

Wand- und Deckenkonstruktionen Flughafen Berlin-Schönefeld
Foto: Saint-Gobain Rigips GmbH/Mänz und Krauß Ausbau GmbH

Im spektakulär gestalteten Innenraum, zu dem der Weg durch eine schwebende Glaskonstruktion führt, bilden subtil zueinander gestellte gefaltete Boden-, Wand- und Deckenflächen eine dynamische Raumkomposition. Da in nur zweieinhalb Monaten die neuen Räume fertig und voll nutzbar sein sollten – und um in der Bauphase mögliche Ausführungsschwierigkeiten gering zu halten – wurde im hauseigenen Labor von Mänz und Krauß ein Prototyp des Innenausbaus für das Terminal C im Maßstab 1:1 entwickelt. Der Rückbau der vorhandenen Einbauten des ehemaligen Flughafenterminals stellte den ersten Schritt der Arbeiten dar. Danach konnte mit der Neugestaltung des Raumes begonnen werden. Trockenbaukonstruktionen mit gewölbten, konischen und verdrehten Formen ohne konventionelle Ecken und Kanten sollten das Raumbild dominieren. Architektonische Vorgabe war es, der Location eine tunnelförmige Gestalt zu verleihen, die durch den fließenden Übergang der Wandkonstruktion in die Deckenkonstruktion mit anschließend gleicher Oberflächenbehandlung geschaffen wurde. Auf der vom Rollfeld abgewandten Seite der Ausstellungsfläche im neuen Terminal C wurde hinter der Vorsatzschale ein Bürotrakt erstellt. Die Wandkonstruktionen entstanden aus einer 50 mm breiten Unterkonstruktion aus Rigips-CW- und UW-Profilen sowie einer beidseitig doppelten Beplankung mit Rigips Bauplatten »RB« in 12,5 mm. Zusätzlich wurde eine Mineralwolldämmung in die Wände eingebracht.

Innovative Wand- und Deckenkonstruktionen
Foto: Saint-Gobain Rigips GmbH/Mänz und Krauß Ausbau GmbH

Die Wandkonstruktion zur Ausstellungsfläche hin besteht aus einer Vorsatzschale, die vollständig mit 50 mm starken UA-Profilen als rückseitige Verankerungsmöglichkeit für die Unterkonstruktion aus CW- und UW-Profilen gebaut und anschließend doppelt mit Bauplatten beplankt wurde. Die Decke wurde auf einer Weitspannträgerkonstruktion an vorhandenen Stahlträgern durch Trägerklammern befestigt. Die Trag- und Schraublattung ist in Standard-CD-Profilen erstellt worden. Die Beplankung der Decke erfolgte mit einer doppelten Lage Bauplatten RB 12,5 mm. Das Oberflächenfinish der Vorsatzschale und der Deckenfläche wurde schließlich in der Qualität Q 4 erstellt. In die Wandkonstruktion sind zwei individuell aus MDF gefertigte Tresenanlagen integriert. Auch wurden in die Vorsatzschale flächenbündig Schaukästen in verschiedenen Größen eingesetzt.

Die Wand im neuen Kinosaal des Terminals, besteht aus einem System mit einer 100 mm breiten Unterkonstruktion und einer beidseitig doppelten Beplankung mit Bauplatten RB 12,5 mm. Die Wandfläche ist in diesem Bereich um einen Winkel von circa 65° zur Ebene in Richtung der Ausstellungsfläche geneigt. Alle Gipskarton-Flächen wurden in Qualität Q 4 gespachtelt, was als Untergrundvorbehandlung für die anschließende Epoxidharzbeschichtung der Böden, Wände und Decken besonders wichtig war.

Flughafen Berlin-Schönefeld
Foto: Saint-Gobain Rigips GmbH/Linus Lintner
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 9/2011

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