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Kreislaufwirtschaft Schwung geben

Let‘s make the world a more circular place, so lautet das Kredo des internationalen Konsortiums mit Beteiligung von zehn Staaten des Donauraums (Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Österreich, Republik Moldau, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Ungarn). Die Projektpartner haben sich zum Ziel gesetzt, eine Toolbox zur Implementierung von Kreislaufwirtschafts-Konzepten für Unternehmen und Organisationen zur Verfügung zu stellen und über wichtige geschäftsrelevante Themen wie beispielsweise die erweiterte Herstellerverantwortung in ihren Ländern zu informieren. Rund ein Drittel des europäischen Mülls basiert auf Bau- und Abbruchabfällen, gefolgt vom Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden. Auch wenn die Plattform nicht spezifisch für die Bauindustrie konzipiert wurde, bietet sie eine Möglichkeit für den Austausch von Sekundärrohstoffen sowie für die Schaffung von Industriesymbiosen. Eine Beteilgung der Baubranche kann in relevantem Maßstab dazu beiträgen, Rohstoffe zu erhalten und Abfälle zu vermeiden.

Die Plattform danube-goes-circular.eu besteht aus insgesamt vier Modulen: Das erste Modul ist der Marktplatz zur Wiederverwendung von Produkten und Sekundärrohstoffen. Dahinter steckt die Idee, Stoffkreisläufe länderübergreifend zu schließen. Was der Abfall des Einen ist, kann und soll zum Rohstoff des Anderen werden. Das zweite Modul stellt Möglichkeiten zur Zusammenarbeit vor und richtet sich vor allem an Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Kreislaufwirtschaft. Hier können sich interessierte Akteure austauschen und neue Partner für ihre Projekte gewinnen. In der Rubrik Ideen und Diskussion können sie ihre Expertise einbringen oder nach Lösungen für eine konkrete Fragestellung suchen. Die Circular-Economy-Toolbox dient als virtueller Werkzeugkoffer zum Thema Kreislaufwirtschaft und wird im dritten Modul bereitgestellt. Die vollständige Veröffentlichung dieser Toolbox ist für die nächsten Wochen (August 2018) geplant. Sie soll Unternehmen und Organisationen bei der praktischen Realisierung von Kreislaufwirtschaftsvorhaben unterstützen und bietet unter anderem Schulungs-, Trainings- und Analysematerialien, Informationen zu Finanzierungsinstrumenten und Förderprogrammen sowie Kooperationsmöglichkeiten an. Das vierte Modul bietet umfassende Informationen über verschiedenen Modelle einer erweiterte Herstellerverantwortung, den aktuellen Stand der Gesetzgebung in den jeweiligen Ländern zusammengefasst oder lokale, fachkundige Ansprechpartner.

Ziel ist, dass Hersteller über den Verkauf eines Produkts hinaus für dessen Wiederverwertung Sorge tragen und ihre Produkte somit auch hinsichtlich ihrer Recyclingfähigkeit optimieren müssen. Alle Module der neuen Onlineplattform sind mit einer automatischen Übersetzungsfunktion ausgestattet.

Das Moveco-Projekt wird im Rahmen des Interreg-Donauraumprogramms der Europäischen Union gefördert und sensibilisiert Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Behörden, Wirtschaftsförderungseinrichtungen und Bürger für das Konzept der Kreislaufwirtschaft. Seit Dezember 2016 arbeiten zwölf Projektpartner und vier strategische Partner aus zehn Ländern gemeinsam daran, die Kenntnisse im Bereich Kreislaufwirtschaft zu fördern und die Rahmenbedingungen für zirkuläre Produkte und Geschäftsmodelle zu verbessern. Die Projektkoordination liegt bei der Industrie- und Handelskammer Slowenien. Am Projektkonsortium sind auch zwei deutsche Partner beteiligt: die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) GmbH und der Trägerverein Umwelttechnologie-Cluster Bayern e.V..

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