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Krematorium in Berlin, Axel Schultes

Krematorium in Berlin Treptow (1999)


Folge 5

Architekten: Axel Schultes Architekten, Berlin

In dem Krematorium von Axel Schultes Architekten werden in drei Verbrennungsöfen jährlich bis zu 12.000 Einäscherungen vorgenommen. Über diese nüchternen Daten hinaus bietet das Gebäude aber auch den trauernden Angehörigen einen würdigen Rahmen für die Zeremonie des Abschieds. Diese beiden Funktionen sind in dem monolithischen Sichtbetonbau geschossweise getrennt untergebracht.

Von einem alten Torhaus aus nähert sich der Besucher über den von Baumreihen gegliederten Platz der symmetrischen Front und gelangt über drei tief eingeschnittene Vorhöfe zu den Eingängen. Sie führen ihn in die große zentrale Wandelhalle, in der sich bis zu 1000 Menschen aufhalten können. Die quadratische Halle stellt mit ihren 29 monumentalen Rundstützen und den so genannten »Lichtkapitellen« das zentrale räumliche Ereignis dar. Von hier aus gelangt der Trauergast zu den zwei kleinen und der großen Feierhalle, in denen die individuellen Zeremonien stattfinden.

Für die Lichtkapitelle der Stützen werden die konstruktiven Eigenschaften des Betons bis an die Grenze des Machbaren genutzt. An den Auflagern nur über einen Kragarm gehalten, scheint die rohe Betondecke wie ein lichtdurchlässiger Baldachin zu schweben. Den Wänden des Gebäudes verleihen das Fugenbild und die großen Schalkonen eine ordnungsgebende Struktur. Die erhabenen Ristenfugen entstanden durch eine an den Rändern gefaste Stahl-Kletterschalung.

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Wohnen im ländlichen Raum, DETAIL 9/2019

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