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OMA, Danish Architecture Centers, Copenhagen

OMA hyperneutral

Doch beginnen wir im Jetzt: Nach 11 Jahren Planungs- und Bauzeit stapelt sich nun an Kopenhagens Uferkante zwischen der Dänischen Königlichen Bibliothek von Schmidt Hammer Lassen und der Langebro-Brücke das gläserne »Blox« in die Höhe.

Insgesamt 26 Meter hoch ist der Bau. Sechs Geschosse befinden sich oberirdisch, drei weitere wurden in das Erdreich getragen. Die drei Fassadenmaterialien spiegeln die Nutzung wider: Hinter dem grün eingefärbten Glas verbergen sich all jene Räume, die nicht als Büros genutzt werden, diese nämlich kennzeichnet weißliches Glas. Streckmetall verdeckt rein funktionale Gebäudeteile. Die von der Bauherrin Realdania gewünschte Offenheit und Zugänglichkeit suggeriert die gläserne Fassade – wer hätte es gedacht – nur bedingt, denn Durchblicke und Einblicke sind allein dann möglich, wenn die Räume nachts beleuchtet werden. Auch der Zugang ist nicht gerade einladend: Wer in den Bau hinein möchte, der muss erst einmal runter. Eine wenig charmante Treppenanlage mit Rolltreppen führt zwei Geschosse hinab zum Haupteingang des DACs. Von hier aus werden alle anderen Nutzungen erschlossen. Allein der Spielplatz und das Restaurant sind direkt über den neu geschaffenen Platz zu erreichen, der sich zwischen Blox und dem historischen Bestand aufspannt.

Der Bau soll nach den Wünschen der Bauherrin Realdania ein wichtiger Nukleus für das kulturelle Leben, für Architektur und Stadtentwicklung werden. Der Wunsch manifestiert sich durch die aktuellen Nutzer: Neben dem DAC nutzt ein Gros der Büroflächen der Bloxhub, ein Co-Workingspace und Netzwerk, dessen Mitglieder sich mit ihren Geschäftsmodellen im weitesten Sinne der Stadtentwicklung verschrieben haben. Neben den Ausstellungsräumen und Büroflächen, dem Restaurant und Spielplatz bietet der Bau zudem Platz für Veranstaltungsräume und ein Fitnessstudio sowie eine automatische Parkgarage und 22 Wohnungen. Das Blox ist also ein multifunktionaler, geradezu neutraler Gebäudetypus, den Rem Koolhaas bereits in seinem Buch »Delirious New York« beschrieben hat.

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