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Rhythmische Abfolge: Fußballstadion in Torrelavega

Auf allen vier Seiten dominieren rechtwinklig geschnittene, flächige Stahlrahmen das Bild des neuen Malecón-Stadions im spanischen Torrelavega. Je nach Perspektive wirkt die Struktur durchlässig oder geschlossen.

Architekten: MMiT Arquitectos
Tragwerksplanung: Estudio Dynamis

Das neue Malecón-Stadion ersetzt einen Vorgängerbau an gleicher Stelle. Eine Vorgabe für den neuen Entwurf war es, das vorhandene Spielfeld zu erhalten. Auch die erst vor wenigen Jahren installierten Flutlichtmasten mussten erhalten werden. Der Club forderte außerdem 6000 Sitzplätze sowie kommerziell nutzbare Räume entlang des Hauptzugangs am östlich gelegenen Boulevard Ronda. Um das knappe Budget von 4,1 Mio. Euro einzuhalten, wurde die Konstruktion weitgehend vorgefertigt.

Die Atmosphäre im Innenraum prägen die vier markanten Dachkanten und die Untersichten aus ebenfalls hinterleuchteten Gitterrostfeldern. Durch die verspringenden Dächer ist hier ein Gegenmodell zum häufig angestrebten »Hexenkessel« entstanden, ein rigider aber gleichzeitig offener schwarzer Rahmen für den grünen Rasen.

Aus den Vorgaben entwickelten die Architekten eine einfache städtebauliche Figur bestehend aus vier einzelnen Tribünen. Die offenen Ecken des Stadions werden durch räumlich untergeordnete, kubische Baukörper besetzt. 

Eine streng rhythmische Abfolge rechtwinklig geschnittener, flächiger Stahlrahmen ­dominiert auf allen vier Seiten das Bild des Stadions. Durch ihren engen Abstand von 2,70 m wirkt die Struktur in der Schrägansicht eher geschlossen, wobei der schwarze Anstrich die harte, beinahe unnahbare Außenwirkung noch verstärkt. Aus der Nähe differenziert sich das Erscheinungsbild durch die zwischen den Rippen zurückgesetzten Betonplatten des Tribünenabschlusses und den verglasten Gang im Obergeschoss.

Vertikale Stahlblechelemente verkleiden die Erdgeschosszone. Ihre CNC-brenngeschnittene Perforation aus geometrisierten Buchstaben gibt sich als typografisches Spiel mit Fragmenten der Vereinshymne zu erkennen. Sie wird bei Dunkelheit hinterleuchtet und verleiht der Eingangsfront Leichtigkeit und Durchlässigkeit.

Die nachfolgenden Aufnahmen liefern Eindrücke vom Bauprozess:

 

Eine ausführliche Print-Dokumentation finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe
DETAIL 2013/11 zum Thema »Material und Oberfläche«

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 11/2013

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