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Wellglas, Material, OMA, Rem Koolhaas, Qatar

Wellglas im Detail

Glas in eine gewellte Form zu bringen ist ein komplexer Prozess: Man benötigt dazu eine hoch hitzebeständige Form in der exakt richtigen Geometrie. Auf diese wird eine flache Glasscheibe gelegt, die genauso groß sein muss, wie die dreidimensionale Form, sodass sich das Glas beim Absenken exakt einpassen kann. Im Ofen wird das Glas liegend auf 700 bis 800 °C erhitzt und schmilzt gewissermaßen in ihre Unterlage. 

Danach darf die gewellte Glasscheibe nur sehr langsam abgekühlt werden, damit Spannungen durch ungleichmäßiges Erkalten vermieden werden. Erst wenn das Glas Raumtemperatur erreicht hat, ist seine Festigkeit ebenso hoch wie vor der Verarbeitung. Die Tragfähigkeit des neuen dreidimensionalen Bauteils ist, geometrisch bedingt, jedoch weitaus größer als die der flachen Scheibe und auf tragende Stützen, Pfosten und Riegel kann verzichtet werden.

Welche architektonischen Qualitäten sich mit gewelltem Glas erzielen lassen, zeigen drei Beispielprojekte von OMA: Das Casa da Musica in Porto, ein Konzertbau, dessen große Öffnungen einen Bezug zum Stadtraum herstellen. Die Nationalbibliothek in Doha, ein Gebäude, das die Fassadenplaner wegen der extremen Temperaturschwankungen in Katar vor besondere technische Herausforderungen stellte. Und das Teipei Performing Arts Centre, das aufgrund seiner Geometrie (eine Kugel verschneidet sich mit einem Würfel) besondere Detaillösungen erforderte.

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Eine ausführliche Print-Dokumentation zum Thema »Fassaden« finden Sie in unserer Ausgabe DETAIL 5/2018.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 5/2018
DETAIL 5/2018

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