20.06.2010

ALPITECTURE Code 2-10 - heiß & informativ


Vom 10. bis 13 Juni 2010 waren 37 international tätige Architekten zu alpitecture code 2-10 nach Südtirol geladen. Während der drei heißen Tage (36°C) erhielten die Teilnehmer kompakte Informationen über das Land und seine Baukultur, bewunderten die neue Architektur vor Ort und ließen alle Erfahrungen in die Aufgabenstellung der Workshops einfließen. Einer der Höhepunkte war der Vortrag der Niederländischen Architektin Astrid Piber, Partnerin UNStudio, Amsterdam über das UNStudio Desgin Modell mit anschließender Podiumsdiskussion in der Landesberufsschule Bozen. Die Plattform, die heuer zum zweiten Mal stattgefunden hat, ist angeregt von ap35 und initiiert von EOS. – Export Organisation Südtirol der Handelskammer Bozen – und wird getragen durch Unternehmen in Südtirol.

Nicht gleich als solche zu erkennen - die Kellerei Tramin Foto: ap35, Daniel Grund

Dass die Hitze lähmte wurde erst gar nicht zugelassen. Die Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer erfolgte in der Handelskammer Bozen. Nach einer Führung durch das innovative Gebäude von Architekt Wolfgang Simmerle ging es weiter ins Thermen Hotel Meran. Leider nicht, um zu baden, sondern um Vorträge über die baukulturelle Entwicklung des Landes von Dr. Arch Josef March, Direktor des Ressorts für Bauten und Vermögen der autonomen Provinz Bozen Südtirol, die Architektur zwischen zwei Kulturen von Dr. Arch. Lukas Abram, Präsident der Architektenkammer Südtriol a.D., und Regionalentwicklung und Standortmanagement von Dipl.-Ing. Lisa Kofing, Koorinatorin an der EUR.AC, zu hören.

Erfrischend wirkte danach ein Spaziergang zur Kunst Meran und durch die aktuelle Ausstellung „WohnRaumAlpen“. Sehr heiß und zukunftsweisend folgte im Kurhaus Meran ein Vortrag von Plasma Studio, London, Sexten. Der Tag endete im angesagten Moccaria.

Architektur pur, könnte das Motto des zweiten Tages gelautet haben. Kreative Bauwerke gaben durch Bauherren und Architekten ihre Geheimnise preis. Noch kurz vor der offiziellen Eröffnung der Erweiterung der Kellerei Tramin traten die Teilnehmer mit dem Architekten Werner Tscholl durch die symbolische Rebstockranke und stiegen tief hinab in den roten Lagerkeller. Ein ebenso großes Raumgefühl überkam jeden beim Betreten der Pfarrkirche Leifers durch das alte Kirchenschiff in den von Höller & Klotzner Architekten gestalteten Anbau. Der Raum, eher eine Halle, komplett in Holz ausgebaut mit seiner schrägen und gebogenen Umhüllung und weichen Lichtführung lässt seine wahre Größe nicht erspüren. Positiv überrascht zeigten sich die Teilnehmer von der Qualität und den Innovationen der Partner von alpitecture code 2-10. In den Unternehmen wurden Produkte vorgestellt, die vom hohen Qualitätsstandard in der Ausführung der Kundenanforderungen zeugen und es weltweit mit jeder Konkurrenz aufnehmen können.
Welchen Eindruck haben die Teilnehmer nun von der Baukultur in Südtirol gewonnen? Zwischen allem Positiven wurde auch Defizite im Umgang mit dem Bauen und der zur Verfügung stehenden Fläche erkannt. Die gesammelten Erkenntnisse aus Landschaft, Architektur, Kultur und Wirtschaft flossen in die Ausarbeitung der Aufgabenstellung von drei parallel stattfindenden Workshops zu den Themen: „Zersiedelung von Dorfstrukturen und Naturräumen“, „Integrative Architektur und Energiesysteme“, sowie „Potentiale von Industriezonen“ ein. Überraschend waren die hochwertigen Ergebnisse der Workshops, die in einem knappen Zeitrahmen erarbeitet wurden.

Einzelne Standpunkte der erfolgreichen Teamarbeit wurden am Abend nach dem Vortrag von Astrid Piber in der Podiumsdiskussion von den Teilnehmern Prof. Volkmar Bleicher, Geschäftsführer bei Transsolar- Energietechnik, Stuttgart; Dr. Arch. Carlo Calderan, Chefredakteur der Zeitschrift „turrisbabel“; Dipl.-Ing. Ernst Giselbrecht, Graz; Dipl.-Ing. Georg Klotzner, Höller & Klotzner Architekten, Meran; Arch. Dipl.-Ing. Eckehart Loidolt, Schneider + Schumacher, Wien; Astrid Piber, UNStudio Amsterdam und Dr. Markus Walder, EOS – Export Organisation Südtirol der Handelskammer Bozen vertreten. Die Diskussion wurde moderiert von Dr. Oliver Herwig.

Astrid Piber, Partnerin UNStudio Amsterdam Foto: ap35, Daniel Grund

Die Ergebnisse der Workshops werden Anfang Juli 2010, mit der Idee, Anregungen für eine bewusste und zukunftsorientierte Gestaltung in der Architektur zu geben, publiziert. Internationale Wertschätzung für qualitätsvolle Architektur sowie Synergien, die in Verbindung produzierender Unternehmen zu einer hochwertigen Architektur führen, sind die langfristigen Ziele von alpitecture.

Zur Webseite von alpitecture

Angeregte Podiumsdiskussion Foto: ap35, Daniel Grund

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