04.11.2010 Nina Shell

Bayerischer Staatspreis für Nachwuchsdesigner verliehen

Im feierlichen Rahmen wurden gestern abend im Nürnberger Neuen Museum für Kunst und Design die Preisträger des 14. Bayerischen Staatspreises für Nachwuchsdesigner ausgezeichnet. Viel Designprominenz zeigte sich begeistert von den Ideen der jungen Designer – und lobten vor allem den humanitären Grundgedanken, der sich in vielen der innovativen Produkte zeigte.

Blick von oben auf die ausgezeichneten Projekte des Design-Nachwuchses. Foto: Mike Schmalz

Die gestrige feierliche Verleihung des 14. Bayerischen Staatspreises für Nachwuchsdesigner im Nürnberger Neuen Museum für Kunst und Design stimmt zuversichtlich: Was die aus 311 Einreichenden ausgezeichneten Designer erarbeitet haben, zeigt, wie sehr sie die Grundgedanken guten Designs bereits in so jungen Jahren verinnerlicht und verstanden haben. Besonders beeindruckend in diesem Jahr: Nicht allein die Tatsache, dass Design alles andere ist als schöne Verpackung, sondern einen entscheidenden wirtschaftlichen Erfolgsfaktor im Wettbewerb ausmacht, sondern vor allem, dass Idee und Innovation hinter neuen Produkten in erster Linie dem Menschen, aber auch unserer Umwelt zugutekommen müssen.
Der humanitäre Gedanke, der hinter einem Großteil der ausgezeichneten Produkte stand, ist deutliches Zeichen dafür, dass die jungen Designer klar über den Tellerrand hinausblicken, sich Gedanken machen, wie sie mit solide entwickelten guten Lösungen Menschen in Krisenregionen und mit speziellen Bedürfnissen helfen können.

Das bestätigt klar die Aussage von Staatssekretärin Katja Hessel, dass Design in jeder Hinsicht als „Überlebensfaktor“ gesehen werden kann. Eben nicht nur durch die Tatsache, dass die Unverwechselbarkeit gut designter Produkte gerade auch kleinen und mittleren Unternehmen zu wirtschaftlichem Erfolg verhelfen und damit deren Überleben langfristig zu sichern hilft. „Intelligente Produkte“ sind gefordert, wie der Vorsitzende der Jury Prof. Dr. Florian Hufnagl, Leiter der Neuen Sammlung in der Münchner Pinakothek der Moderne sagt, der, wie die weiteren Jurymitglieder die Einzigartigkeit des Bayerischen Staatspreises für Nachwuchsdesigner hervorhob, der „alle Bereiche des Designs, inklusive des gestaltenden Handwerks – und nicht nur das Hardcore Produktdesign abdeckt“.

Viel Lob in jeder Hinsicht an die jungen Preisträger gab es von allen Akteuren hinter dem Preis (Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie) in Kooperation mit der bayern design GmbH unter Leitung von Dr. Silke Claus, Gastgeberin und Museumsleiterin Angelika Nollert, Prof. Dr. Werner Kintzinger (Coburger Design Forum Oberfranken e.V.) sowie den Juroren, aber auch auffordernde Worte von Prof. Hufnagl an die zu recht stolzen Preisträger: „Die eingereichten Arbeiten waren alle auf hohem Niveau. Darauf dürfen Sie nicht stehenbleiben, als junge Designer müssen Sie sich warm anziehen, um allen Herausforderungen des Marktes auf Augenhöhe begegnen zu können.“ Dazu soll der Bayerische Staatspreis für Nachwuchsdesigner auf jeden Fall auch einen Anstoß geben – Designförderung, die Kernaufgabe der bayern design GmbH, in Reinkultur.

Prof. Dr. Florian Hufnagl und Dr. Silke Claus stellen den Bayerischen Staatspreis für Nachwuchsdesigner vor. Foto: Mike Schmalz

Festlich das Ambiente im Neuen Museum für Kunst und Design, das vom Design Forum Coburg in Szene gesetzt war. Loungige Klänge des Trios fous de la mer untermalten die Preisverleihung musikalisch – und sorgten beim anschließenden Netzwerken und Feiern im Foyer des Museums für relaxte Stimmung. Eine tolle Chance auch für die jungen Preisträger, die in intensiven Gesprächen die Gelegenheit nutzten, neue Kontakte zu knüpfen. Rund 280 Gäste, darunter viele bekannte Größen der Designszene und designorientierter Unternehmen nahmen sich ausgiebig Zeit, die ausgezeichneten Projekte in der von einer Studentin der Hochschule Coburg im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit inszenierten Ausstellung zu begutachten. Die Ausstellung wird für weitere vier Wochen im Neuen Museum für Kunst und Design in Nürnberg zu sehen sein – und danach auf Wanderschaft gehen wird.


Informationen zu den Preisträgern, Juroren und ausgezeichneten Arbeiten

Ein Teil der Juroren in der Diskussion: (v.l.) Jan-Erik Baars (Deutsche Telekom AG), Sabine Unger (Akademieleitung amd München, stellvertretend für Prof. Dr. h.c. Ali Ansari), Prof. Ange Bernotat (Folkwang Hochschule, Essen) und Prof. Dr. Florian Hufnagl. Foto: Mike Schmalz

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