07.10.2010

Musik und Architektur

Gesprächsreihe des Münchener Kammerorchesters

Begleitend zum Saisonthema „Architektur“ des Münchener Kammerorchesters lädt Alexan-der Liebreich, Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Ensembles, am 14.10.2010, 16.12.2010 und 22.01.2011 drei Architekten von Weltgeltung zum Dialog über „Musik und Architektur“.

Jeweils vor Konzertveranstaltungen des Orchesters im Prinzregententheater und in der Pinakothek der Moderne wird Liebreich mit Paul Robbrecht (Gent), Sou Fujimoto (Tokio) und Daniel Libeskind (New York) über die Korrespondenzen und Beziehungen zwischen den beiden Kunstformen sprechen, denen seit der Antike eine enge Verwandtschaft attestiert wird. Den Gesprächen geht jeweils ein Impulsvortrag des Architekten voraus, in dem dieser über zentrale Aspekte seiner Arbeit referiert.

14.10.2010, 18.30 Uhr, Prinzregententheater
Paul Robbrecht (Robbrecht en Daem Architecten, Gent)

Als einen der ungewöhnlichsten und zugleich zwingendsten Konzerthaus-Entwürfe in Europa feierte die Presse vor acht Jahren das Concertgebouw Brügge des belgischen Architektenpaares Paul Robbrecht und Hilde Daem. Zuvor hatten Robbrecht und Daem u.a. bereits mit ihren Aue-Pavillions bei der documenta IX in Kassel 1992 für Aufsehen gesorgt. Die Verbindung von Musik, Kunst und Architektur ist auch für die weitere Arbeit der Architekten wie die 2009 eröffnete Whitechapel Art Gallery in London kennzeichnend.

anschließend: 1. Abonnementkonzert des MKO, 20.00 Uhr
16.12.2010, 18.30 Uhr, Prinzregententheater
Sou Fujimoto (Sou Fujimoto Architects, Tokio)

Der 1971 in Hokkaido geborene Sou Fujimoto ist einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen japanischen Architekturszene. Der Schüler von Toyo Ito hat in den letzten Jahren neben zahlreichen Bauprojekten und seinem Beitrag zur diesjährigen Architektur- Biennale in Venedig vor allem auch durch seine programmatische Schrift „Primitive Future“ Furore gemacht, in der er sein interaktives Konzept einer Verbindung von Natur und Architektur begründet und die als einer der wichtigsten Texte zur Architektur in den letzten Jahren gilt. 2011 wird Fujimoto im Rahmen der Ausstellung „Future Beauty“ im Haus der Kunst in München zu Gast sein.

anschließend: 3. Abonnementkonzert des MKO, 20.00 Uhr

Foto: J. Termont

22.01.2011, 20 Uhr, Rotunde der Pinakothek der Moderne
Daniel Libeskind (Studio Daniel Libeskind, New York)

Unter den großen Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts verkörpert der 1946 geborene Daniel Libeskind wie sonst vielleicht nur Iannis Xenakis die enge Verbindung zwischen Musik und Architektur. Libeskind war nach seinem Studium der Musik, Malerei und Mathematik zunächst professioneller Musiker bevor er mit seinen architekturtheoretischen Schriften und später mit seinen expressiven Bauprojekten zu einem der stilbildenden Architekten unserer Zeit wurde. In Entwürfen und Bauten wie der Konzerthalle Bremen, dem für die Firma Schimmel entworfenen Konzertflügel oder auch in Bühnenbildern und Operninszenierungen spiegelt sich seine enge Verbindung zur Musik.

anschließend: Komponistenporträt Karl-Amadeus Hartmann, 22.00 Uhr
Die Gespräche werden in englischer Sprache geführt. Der Eintritt ist für Konzertbesucher frei, Konzertkarten im Vorverkauf über das MKO und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Restkarten für die Gespräche zu € 8,– jeweils an der Abendkasse am Veranstaltungsort.

Die Gesprächsreihe wird veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung, der Süddeutschen Zeitung und dem Architekturmuseum der Technischen Universität München sowie mit freundlicher Unterstützung der Nemetschek AG.
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