10.12.2025

Großprojekt mit höchsten Brandschutzanforderungen

© Laura Thiesbrummel

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Mit vier Hochhäusern inmitten der Frankfurter Innenstadt schufen der niederländische Architekt Ben Van Berkel und sein Team bei UNStudio einen multifunktionalen Gebäudekomplex, der das Frankfurter Bankenviertel als urbanen Ort wiederbeleben soll.

Van Berkel beschreibt den Auftrag als Geschenk. „Als Architekt erhält man nicht oft die Möglichkeit, einen Entwurf für einen Standort mit so viel ungenutztem Potenzial zu entwickeln.“ UNStudio entwickelte auf dem in vier Realteile aufgeteilten 16 141 m2 großen, ehemaligen Areal der Deutschen Bank eine Stadt in der Stadt mit 213 000 m2 Bruttogeschossfläche. Das zusammenhängende Sockelgeschoss und die vier bis zu 233 m hohen, aufgesetzten Türme bieten Platz für rund 600 Wohnungen, repräsentative Büroetagen, ein Lifestyle-Hotel, ein Longstay-Hotel, eine Kindertagesstätte sowie einen Mix aus Einzelhandelsgeschäften. Nahversorgung und Gastronomie inklusive der sogenannten Foodhall schaffen zusätzlich die Basis für ein vielfältiges Quartier. Das Ensemble öffnet sich nach allen Seiten zu den angrenzenden Vierteln.

Zwei Türme eines Hochhauses, die in den blauen Himmel ragen.Zwei Türme eines Hochhauses, die in den blauen Himmel ragen.
Als neues urbanes Stadtquartier öffnet sich das Four Frankfurt nach allen Seiten hin zur Stadt. Das komplexe, offen gestaltete Ensemble stellte höchste Anforderungen an den Brandschutz. © Laura Thiesbrummel

Multifunktional auch im Brandschutz 

Bei Großprojekten generell erhält der Brandschutz eine große Bedeutung. Hier im Fokus: Die Brandschutzabschnitte sollten so wenig wie möglich wahrnehmbar sein und barrierefrei getrennt werden. Das Four Frankfurt erforderte aufgrund der vielseitigen Anforderungen und den zu erwartenden, häufigen Nutzungsänderungen zudem sehr flexible und multifunktionale Lösungen. Also setzten die Projektbeteiligten, die Planungsgesellschaft von UNStudio+HPP zusammen mit hhp Berlin, Ingenieure für Brandschutz und dem Bauherrn Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft beim Brandschutz auf die hohe Beratungskompetenz von Schüco. Durch die Zusammenarbeit habe man sich zugleich für ein in puncto Flexibilität und Brandschutztechnik einzigartiges Profilsystem entschieden.

Moderner Glasturm steht neben einem älteren Turm aus Stein.Moderner Glasturm steht neben einem älteren Turm aus Stein.
© Laura Thiesbrummel
© Bildcredit
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Umfangreiche Expertise 

Angesichts der hohen Projektanforderungen war beim Four Frankfurt eine umfangreiche Expertise gefragt. Alle Brandschutzabtrennungen wurden als Einheit betrachtet und mussten in ihrer Gesamtkonstruktion brandschutztechnisch geprüft werden. So kann ein Fall wie „rechts Trockenbau, links Anschluss an eine Betonwand“ brandschutztechnisch nicht mit einem beidseitigen Anschluss an eine Betonwand gleichgesetzt werden. Gegebenenfalls sind gesonderte brandschutztechnische Prüfungen erforderlich. Diese sind zeit- und kostenintensiv. Um den Bauablauf durch solche Prozesse – gerade auch bei kurzfristigen Planungsänderungen – nicht unnötig zu behindern, unterzieht Schüco die gängigen Einbausituationen allen erforderlichen brandschutztechnischen Prüfungen. Auch für die gewählten multifunktionalen Brand- und Rauchschutztüren FireStop ADS 90 FR30 und FR90 lagen schon im Vorfeld viele Nachweise vor.

Skyline von Frankfurt, daneben steht ein alter Turm.Skyline von Frankfurt, daneben steht ein alter Turm.
© Laura Thiesbrummel

Schüco geht in Vorleistung 

Allerdings können bei wandlungsfähigen Produkten wie FireStop nicht alle Einbausituationen und Ausführungsvarianten – zum Beispiel hinsichtlich der verbauten Beschläge – vorab brandschutztechnisch geprüft werden. In diesen Fällen gibt es aktive Unterstützung vom Architekten-Beratungsteam von Schüco. „Bei Großprojekten sind wir oft schon sehr, sehr früh mit den Planungsbeteiligten in engem Kontakt“, so Jochen Kluge, Projektmanager Sicherheit bei Schüco. „Teilweise haben wir bereits fertig detaillierte Pläne auf dem Tisch und wenn brandschutztechnisch etwas zu prüfen ist, legen wir schon los – auch ohne kostendeckende Auftragserteilung.“ Viele Planende kennen diese Vorgehensweise bereits. Und auch beim Four Frankfurt war die Gewissheit, keine wertvolle Zeit mit erforderlichen nachträglichen Prüfungen zu verlieren, einer der Hauptgründe für die Zusammenarbeit mit Schüco.

Flur einer Büroetage, der durch eine Glastür geteilt wird.Flur einer Büroetage, der durch eine Glastür geteilt wird.
Die Brand- und Rauchschutztüren FireStop ADS 90 FR30 und FR90 sind multifunktional und über eine offene Profilgeometrie stets ohne Verlust der Zulassung nach- und umrüstbar. © Laura Thiesbrummel

Falzoffenes Profil der FireStop

Auch Frank Burkhardt von RFE Rauch- und Feuerschutz-Elemente, die die Brandschutztüren herstellen, bezeichnet das falzoffene Profil der FireStop als „etwas Besonderes“. Die Türen seien auch nach der Montage und Inbetriebnahme noch umrüstbar. Auch das war ein wichtiges Argument für den Zuschlag der Bauherrschaft. Die Brand- und Rauchschutztüren sind ein wesentlicher Bestandteil des Brandschutzkonzepts. Dabei gilt das Prinzip „offene Profile für eine offene Architektur.“


Hersteller: Schüco
Projekt: Four Frankfurt


Architektur: UNStudio

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