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Holocaust-Zentrum in Oslo wird erweitert
Rendering, Grafik: Transborder Studio
Die Villa Grande ist ein Gebäude mit einer langen Geschichte: Initiiert wurde das Gebäude von einem Industriellen um 1910, fertiggestellt von einem Magnaten, der während des Ersten Weltkrieges reich wurde. Während der Besatzungszeit wurde der Bau zur Residenz des nationalsozialistischen Ministerpräsidenten Quisling; nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Villa als Sitz der alliierten Streitkräfte, als eine Botschaftsresidenz und Krankenpflegeschule. Seit 2006 beherbergt das Haus ein Zentrum für Studien über Holocaust und religiöse Minderheiten.
Bei der Planung des Erweiterungsbaus, in dem weitere Lern- und Ausstellungsräume untergebracht werden, versuchte das Transborder Studio die ursprüngliche Idee der Villa Grande weiterzuentwickeln. Für den Bau, der von den Architekten Christian Morgenstierne und Arne Eide um 1917 angefangen wurde, diente das Motiv einer Burg auf dem Hügel als Leitbild.
Der Neubau wird in die hügelige Landschaft unterhalb des Bestandsbaus integriert, sodass ein Dialog zwischen dem Altbau, den Ausstellungsräumen und der umliegenden Landschaft entsteht. Die Ausstellungsfläche befindet sich im Sockelgeschoss, dessen Dach zum Teil ein ausgedehnter Garten wird. Ein separater Eingang zum neuen Museumsflügel bietet die Möglichkeit, beide Bauten unabhängig voneinander zu bespielen. Die Fertigstellung des Neubaus wird im Jahr 2020 erwartet.