Stufen der Begegnung: Red Cross Volunteer House von Cobe

Foto: Rasmus Hjortshøj
Der Anbau an den Hauptsitz des Roten Kreuzes in Kopenhagen entstand mit der Intention, einen Raum für 34 000 freiwillige Helfer zu schaffen. Gleichzeitig bereicherte Cobe die Stadt mit einem neuen urbanen Treffpunkt.
Passend zur Philosophie des Roten Kreuzes ist auch die Haltung des Gebäudes offen und einladend. Im Sommer werden auf dem Dach Meetings gehalten, Passanten verweilen für eine kurze Pause und Anwohner treffen sich zum Kaffeetrinken. Als Grundform dient ein gekipptes Dreieck mit gestufter Oberfläche. Verschiedene Routen führen von der Straße zum Obergeschoss des Bestands, vorbei an Pflanzkästen und erhöhten Stufen als Sitzmöglichkeiten. Ein neuer, trichterförmiger Haupteingang befindet sich direkt an der Straße.
Im Innenraum angekommen eröffnet sich ein vielfältiges Raumprogramm: Ein großes Auditorium mit weiteren Sitzstufen bietet viel Platz für Konferenzen und Trainings. Für kleinere Gruppen gibt es abgetrennte Arbeitsräume. In den Pausen sorgt ein Café für die nötige Verpflegung. Alle Räume sind in Holz und Sichtbeton gehalten. In die Wände eingelassene Nischen beinhalten Sitzmöglichkeiten: Architektur und Möblierung sind miteinander verknüpft.
In vielerlei Hinsicht ist eine Kommunikation mit dem Bestandsgebäude gegeben: Die Materialität und Farbgebung der Klinker ist eine optische Gemeinsamkeit. Außerdem ist der Altbau von jedem Raum des Neubaus aus sichtbar.