Zweigeteilter Baukörper
Wohnungsbau in Amsterdam von Space Encounters

Wohnhaus Oostenburg in Amsterdam, © Marcel van der Burg
Mit einer geschickten Komposition aus zwei Volumen fügt sich der Wohnkomplex Oostenburg in einen Block in einem ehemaligen Industriegebiet ein. Nahe dem Zentrum von Amsterdam entsteht hier ein neues Viertel.


Wohnhaus im Block, © Marcel van der Burg
Innerhalb des Häuserblocks variieren die Gebäude stark in ihrer Höhe. Der Entwurf von Space Encounters schließt sich diesem abwechslungsreichen Gefüge an. Das große Baufenster wird raffiniert in zwei Volumen aufgeteilt und wirkt so deutlich weniger massiv. Die beiden entstandenen Baukörper unterscheiden sich dabei nicht nur in Fassadengestaltung und Gebäudehöhe, sondern auch in den Wohnungsgrundrissen.
Zweierlei Fassaden
Bei der Gestaltung der kleineren Gebäudehälfte werden Akzente durch weiße Fliesen mit blauen Fugen und Geländern gesetzt. Im Gegensatz dazu steht die streng gerasterte Fassade des größeren Blocks mit ihrer groben Betonoberfläche. Durch den Unterschied zwischen der Frontfassade und der Seite mit ihren großzügigen Loggien entsteht ein vielfältiges Erscheinungsbild.


Laubengang mit Metallnetz, © Marcel van der Burg
Originelle Erschließung
Verbunden werden die beiden Volumen durch die Erschließung. Ein Laubengang erstreckt sich zwischen den beiden Gebäudeteilen. Der Gang ist von einer Metallnetz-Struktur umschlossen und hebt sich als eigenständiger Körper ab. Ein zusätzliches Highlight ist ein begrüntes Atrium in der Mitte des kleineren Gebäudes. Insgesamt setzten Space Encounters auf abwechslungsreich gestaltete Bereiche für die Zirkulation innerhalb des Wohnhauses.


Geflieste Fassade, © Marcel van der Burg


Dachlinie, © Marcel van der Burg
Bezug zur Industrie
Obwohl die Industrie vollständig für neue Nutzungen weichen musste, bleibt die Geschichte des Viertels präsent. Im Zentrum steht dabei eine wiederbelebte Werkhalle in dem Wohnblock. Auch bei dem Wohnhaus wird der Kontext nicht außer Acht gelassen. Die Dachlinie des größeren Gebäudeteils erinnert durch abgeschrägte Wände an industrielle Sheddächer. Space Encounters nehmen damit auf subtile Weise Bezug zur ursprünglichen Nutzung des Gebiets.
Architektur: Space Encounters
Bauherr: Vorm
Standort: Amsterdam (NL)
Tragwerksplanung: C.A.E.
Landschaftsplanung: LOLA Landscape Architects