
Foto: Zaha Hadid Architects
Doch nicht nur die neue Rolle des Bades, auch neue Technologien tragen dazu bei, dem Badezimmer ein neues Gesicht zu verleihen. Möglich ist – fast – alles: Waschtische aus Beton, Wände aus Lehm, organische Einbauten aus Corian, softe Wannen, die sich dem badenden Körper anpassen, Armaturen aus Kupfer, auf denen sich durch die Patina der Lauf des Wassers abzeichnet. Das Zusammenspiel verschiedener Materialien ist genauso entscheidend für die Atmosphäre im Bad wie die Wahl der Farben, Formen und Beleuchtung. Zwei eigentlich gegenläufige Trends treffen bei den neuen Materialien im Bad aufeinander: Ein Besinnen auf das Ursprüngliche und ein Streben nach dem technisch Machbaren.
Ohne Zweifel steht Zaha Hadid für den letzteren. Zudem zeigt ihre Gestaltung des ersten Geschosses des Madrider Hotels Puerta America, dass das das Bad in punkto Materialität keine Sonderrolle mehr spielen muss; Hadids Etage erinnert an eine futuristische Landschaft. Wände, Fußböden und Decken fließen ineinander. Wie auch die Betten wachsen in den Bädern die Badewannen, Waschtische und Ablagen aus den Wänden. Sogar die Handtuchhalter und Abfallbehälter passen sich in das Gesamtkonzept ein.

Foto: Zaha Hadid Architects

Zeichnung: Zaha Hadid Architects
Die gesamte „Landschaft“ wirkt wie aus einem Stück gegossen. Sie wurden aus LG-Hi-Macs gefertigt, einem Corian-ähnlichen Werkstoff, der normalerweise für Küchenarbeitsplatten verwendet wird. Das Material besteht zu zwei Dritteln aus einer mineralischen Komponente und zu einem Drittel aus Acrylharz und erfüllt die Anforderungen der Brandwiderstandsklasse B1. In vorgefertigten Elementen wurde das thermisch verformbare, synthetische Material auf eine MDF-Unterkonstruktion montiert und sandgestrahlt, um die Verbindungsnähte unkenntlich zu machen.
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