Zukunftstrends im Bad

Bäder für alle - barrierefrei, seniorengerecht

zukunftstrends im bad
Foto: Keuco
Jede Lebenssituation stellt eigene Ansprüche an den Sanitärraum. Familien mit Kindern haben andere Bedürfnisse als ältere Menschen. Das Konzept des „Universal Design“ zielt darauf ab, Produkte und Räume so zu gestalten, dass sie für alle Menschen gleichermaßen nutzbar sind. Wichtig hierbei ist – neben einer einfachen Funktionalität – eine durchdachte Gestaltung, die flexible Nutzungen zulässt.

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Das Thema „Barrierefreiheit im Sanitärbereich“ ruft bei Planern noch immer negative Konnotation wach, verbindet man mit ihr doch ein sterile Krankenhaus-Atmosphäre und störende Hilfskonstruktionen. Dabei gewinnt die Barrierefreiheit unter anderen Etiketten wie „Bad 50+“, „Altersgerechtes Bad“ oder eben „Universal Design“ zunehmend an Bedeutung. Diese Suche nach neuen Bezeichnungen zeigt, dass Barrierefreiheit im Bad nicht nur im behindertengerechten Wohnbau oder beim Bau von Pflegeheimen ein Thema ist, sondern dass die Zielgruppe größer geworden ist. Der zunehmenden Immobilität aufgrund von Alter oder Krankheit soll genauso Rechnung getragen werden, wie den besonderen Ansprüche von Kindern. So kommt es, dass „Barrierefreiheit“ im heutigen Sinn mehr ist, als nur bodengleiche Installation, ausreichende Bewegungsfläche und Haltegriffe. Genauso, wie es inzwischen möglich ist, Barrierefreiheit und Nutzungsflexiblilität mit ästhetischen Anspruch unter einen Hut zu bringen.

Grundsätzlich sollten bei der Planung und Ausstattung von Bädern, unabhängig von den besonderen Ansprüchen der Nutzer, folgende Punkte beachtet werden: Neben der Hygiene sind ausreichend bemessenen Bewegungsflächen sowie eine funktionale aber auch ästhetisch ansprechende Ausstattung essenziell. Hinzu kommen der ökologische Aspekt – d.h. die Einsparung von Wasser- und Energie – und die Bedienungsfreundlichkeit der technische Ausstattung. Wegen der hohen durchschnittlichen Lebensdauer eines Bades von 20 bis 30 Jahren ist es wichtig, die Möglichkeiten einer bedarfsgerechten Anpassung immer im Auge zu behalten.

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Bei der Planung eines barrierefreien Sanitärraums müssen weitere Aspekte berücksichtigt werden:

Mindestfläche für ein Bad mit Dusche und WC
3,2 m² allgemein, 5,4 m² für Rollstuhlbenutzer
 
Mindestfläche für ein Bad mit Badewanne und WC
4,9 m² allgemein, 6,5 m² für Rollstuhlbenutzer
 
Bewegungsflächen vor WCs, Waschbecken und Duschen
1,20 x 1,20 m, 1,50 x 1,50 m für Rollstuhlbenutzer
 
Mindestfläche für die bodengleiche Dusche
1,20 x 1,20 m, 1,50 x 1,50 m für Rollstuhlbenutzer
 
Gegebenenfalls sind in der Dusche Haltegriffe und ein spezieller Duschstuhl bzw. ein an der Wand befestigter Klappsitz vorzusehen, um es zu ermöglichen, im Sitzen zu duschen. Die Oberfläche der Duschwanne sollte rutschhemmend sein. Auch die Möglichkeit, hier nachträglich eine Badewanne aufzustellen, ist zu berücksichtigen.
 
 
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Detail, 10.02.2012