Zukunftstrends im Bad

Wasserverbrauch im Bad reduzieren

zukunftstrends im bad
Foto: KISCart – Kim-Schröder, pixelio.de
Wasser sparen ist eines der großen Themen im Sanitärbereich. Nachdem das Bad sich in den letzten Jahren immer mehr zum privaten Spa entwickelte, gewinnt jetzt das Thema Ökologie verstärkt an Bedeutung. Doch ist es möglich, Nachhaltigkeit und Wellness miteinander zu vereinbaren? Oder müssen wir uns von unseren lieb gewonnen Badegewohnheiten verabschieden?

Wasser ist eine kostbare Ressource. Der bundesdeutsche Pro-Kopf-Verbrauch beträgt knapp 130 Liter täglich. Aber nur ein geringer Anteil davon wird zum Kochen oder Trinken genutzt. Alleine in Bad und WC werden zwei Drittel der Tagesmenge verbraucht. Zeit zum Umdenken. Nicht nur wegen der in den letzten Jahren erheblich gestiegenen Wasserpreise, sondern vor allem wegen des weltweiten Mangels an Trinkwasser. Hinzu kommt der Aspekt, dass die Höhe des Wasserverbrauchs mit der Höhe des Energieverbrauchs direkt zusammenhängt: Wer Wasser spart, spart gleichzeitig Energie. Eine Vielzahl moderner Armaturen und Systeme helfen bei einem nachhaltigeren Umgang mit der Ressource Wasser, ohne dass der Komfort darunter leidet.

Schon der Einsatz wassersparender Armaturen reduziert den Verbrauch erheblich. In moderne Sanitärarmaturen sind Wasserspar-Strahlregler bereits integriert. Dies sind beispielsweise Luftsprudler, die den Wasserstrahl um etwa die Hälfte minimieren. Aber auch nachträglich lassen sich sogenannte Durchflussmengenbegrenzer an fast allen Badarmaturen anbringen. Sie wirken wie ein teilweise geschlossenes Ventil und können ebenfalls bis zu 50 Prozent Wasser einsparen. Da dem Wasserstrahl gleichzeitig Luft beigemischt wird, merkt der Nutzer gar nicht, dass der Strahl schwächer ist. Ein großes Einsparpotenzial weist auch die Dusche auf: Während herkömmliche Brauseköpfe einen Wasservolumenstrom von rund 25 Litern pro Minute aufweisen, kommen Sparbrausen oder Luft-Wasser-Duschköpfe mit nur sieben bis neun Litern pro Minute aus.

Elektronik- und Selbstschlussarmaturen, die schon seit längerem in öffentlichen Bereichen eingesetzt werden, finden sich neuerdings verstärkt in halb-öffentliche Sanitäranlagen und auch privaten Badezimmern wieder. Sie werden so gesteuert, dass sie nur im Bedarfsfall Wasser für einen begrenzten Zeitraum liefern. Die berührungslose Bedienung ist nicht nur wassersparend, sondern zudem komfortabel und hygienisch. Für den privaten Bereich gibt es Elektronikarmaturen mit „On/Off“-Schaltung. Sie starten berührungsfrei und beenden den Wasserfluss selbsttätig, sobald der Nutzer seine Hände zurück nimmt.

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Foto: Dornbracht

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Detail, 10.02.2012