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Beethovenhalle weicht einem Neubau

Foto: bonn.de

Die bestehende Beethovenhalle in Bonn wird abgerissen. Zu erwarten ist ein kompletter Neubau an gleicher Stelle, denn keiner der vier Endrundenteilnehmer um den Wettbewerb sieht eine Sanierung oder Adaptierung des bisherigen Gebäudes vor. Das Projekt wird dadurch allerdings teuerer als geplant.

75 Millionen Euro waren ursprünglich für das Projekt rund um das Bonner Beethoven-Festspielhaus geplant. Den Teilnehmern war es freigestellt die bestehende Beethovenhalle abzureißen oder in ihren Entwurf mit einzubeziehen. Alle vier Entwürfe die es in die derzeitige Endrunde geschafft haben liegen derzeit noch nicht im Kostenrahmen.

Die endgültige Entscheidung darüber, wer das Beethoven-Festspielhaus, wie realisiert, fällt die Jury - unter der Leitung von Professor Volkwin Marg  - erst im Sommer 2009. Momentan sind noch folgende Entwürfe von hochkarätigen Architekten im Rennen:

Richard Meier's Entwurf ist von der Jury „Beethoven Plateau“ getauft worden. Es ist ein typischer Meierbau: weiß, geometrisch und von beiden Seiten begehbar.

Der so genannte „Diamant“, von Zaha Hadid ist ein transparenter Bau. Er leuchtet nachts durch eine Wabenförmige Fassade. Der Entwurf sieht eine Verbindung zwischen großem und kleinem Saal, sowie eine Durchgangsmöglichkeit in die Parklandschaft vor.

„Kristall“ ist der Entwurf von Arata Isozaki. Der Außenbau ist in der Form eines Dokaeders, eines Zwölfecks, gehalten, dem ein enormes Dach aufgesetzt ist. Darin ist jedoch nur der große Saal untergebracht, während der kleinere Saal in einem eigenen Bau Platz findet . Kaskadenartig wirkt der Zugang zum Rhein in Isozakis Gesamtkonzept.

Der Entwurf von Hermann & Valentiny wird „Wellen“ genannt. Er stellt aufgrund seiner Gestalt Bezug zur Bewegung des Flusses her - und wenn man so will – auch zum flow der Musik. Zusätzlich zum Neubau, sieht dieses Konzept auch ein Open-Air-Theater in Richtung Rhein vor, dass in lauen Sommernächten sicherlich eine angenehme Atmosphäre bieten kann.

Im Fokus stehen nach wie vor für die Entscheidung der Jury world-class-architecture und first-class-Akustik. Wer es unter diesen Umständen schafft im Kostenrahmen zu bleiben – so einfach könnte die Formel lauten – der hat es eventuell geschafft.

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