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Design aus dem Schwarzwald - eine gelungene Mischung aus Neuem und Bewährtem

duravit, hansgrohe, Esplanade, Onto, OpenSpace, Nahho, Eoos, Axor
Bild 1 (Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Petra Welzel)

Fast auf den Tag genau sechs Wochen vor der ISH hatten die beiden Badspezialisten Duravit und Hansgrohe wieder zur Preview in den Schwarzwald geladen. In Hornberg und in Schiltach präsentierten beide Unternehmen ein wahres Feuerwerk an Neuheiten und Innovationen. Dabei setzten sowohl Duravit als auch Hansgrohe auf eine gelungene Mischung aus Bewährtem und Neuem. »It?s magic« – dieser Slogan flimmerte den zahlreichen Journalisten, Architekten und Kunden bei Duravit von den Präsentationsleinwänden entgegen. Magisch, überraschend oder einfach nur schön, so sollten nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden der Duravit AG, Franz Kook, die neuen Produkte und Lösungen im Markt ankommen. Das Unternehmen hat den zweijährigen Innovationszyklus, der mit der ISH in Frankfurt endet und auch wieder beginnt, genutzt, um zusammen mit sechs Designern neue Produktserien zu entwicklen oder bereits bestehende weiter auszubauen. Das neue Programm »Esplanade« trägt die Handschrift des deutsch-russischen Architekten Sergei Tchoban (Bild 1). Die komplette Badserie stellt er als als goldenen Schnitt zwischen Purismus und den sogenannten »Free Forms« dar. Markantes Merkmal sind dunkelbraune Lederschlaufen als Griffe, handgenäht und in edles Chrom gefasst.

Duravit, Hansgrohe
Bild 2

Ebenfalls komplett neu und von einer erfrischenden Andersartigkeit ist das von Matteo Thun entworfene Badprogramm »Onto« (Bild 2). Die vornehmlich für den Objekt­bereich gedachte Serie kombiniert Formen und Materialien wie Keramik, Holz und Acryl mit Neuem und Bestehendem aus den Programmen Starck 3 und Vero. »Onto« steht für eine schlichte, aber formschöne Holz­konsole, die auf den Waschtisch aufgesetzt wird. Alle Produkte sind einfach zu verstehen, einfach zu planen, einfach zu installieren und einfach zu reinigen. Ergänzt wird das Programm durch zwei weitere ungewöhnliche Thun-Kreationen – eine nur 34 cm tiefe, normalgroße Badewanne und eine 56 cm tiefe Wanne im Kompaktmaß von 140 x 80 cm.

Den dritten großen Teil der Innovationen bestreitet das Designteam Eoos. Mit »OpenSpace« (Bild 4) haben die Österreicher eine pfiffige Duschabtrennung geschaffen, die nach Gebrauch vollständig an die Wand geklappt werden kann, optisch den Raum öffnet und den Bewegungsradius im Bad erweitert. Dahinter verschwinden Armaturen, Brausen, Duschgels und Shampoos. Ebenfalls im Großen gedacht ist die neue Floatingwanne »Nahho« von Eoos. Die überlange Wanne mit integriertem Bluetooth-Soundmodul wird durch eine Nackenstütze ergänzt, die das quasi freie Schweben im Wasser ermöglicht.

duravit, hansgrohe, Esplanade, Onto, OpenSpace, Nahho, Eoos, Axor
Bild 3

In bewährter Zusammenarbeit mit Philippe Starck präsentiert Duravit die Dampfdusche »St. Trop« sowie die Weiterentwicklung der Serien Starck1 und Starck2 mit neuen Formen, Größen und Möbeln (Bild 3). Bereits Mitte des vergangenen Jahres hatte Duravit den Dusch-WC-Sitz »SensoWash Starck« eingeführt, der erstmals Designanspruch und Duschkomfort gleichermaßen in Verbindung bringt und mit dem das Unternehmen sowohl in Asien als auch in Europa und Amerika einen neuen Standard in puncto WC setzen will. Auch Sieger Design hat seinen Beitrag zur neuen ISH-Kollektion geleistet, So wurde die von den Designern entworfene und 1994 eingeführte Serie »Darling« umfassend überarbeitet, mit einer filigraneren Kante versehen und mit »Darling New» ein komplettes Programm vom Waschtisch bis zur Whirlwanne vorgestellt. Dieser Vielfalt an Neuheiten und Ergänzungen stand die Präsentation von Hansgrohe in Schiltach in nichts nach. Eingestimmt durch einen Vortrag des Zukunftsforschers Harry Gatterer über »Leben und Wohnen in der Zukunft« präsentierten Richard Grohe die Neuheiten bei Hansgrohe und sein Bruder Philippe bei Axor.

Axor, Duravit, hansgrohe
Bild 5

Einen neuen Maßstab an Individualität setzt die Badkollektion »Axor Bouroullec« der Designer Ronan und Erwan Bouroullec (Bild 5). Die Verwendung von Waschtischen aus Mineralguss statt der üblichen Keramik ermöglicht eine vollkommen freie Wahl der Position von Auslauf, Bedienelementen und Ablagen. Die dafür nötigen Bohrungen werden vom Sanitärfachmann erst bei der Installation vorgenommen. Die Einladung »Feel Free to Compose« setzt sich im gesamten Bad fort – über die Showerpipe im Duschbereich und die verschiedenen Ablagen an der Wanne bis hin zur Armatur. Zum ersten Mal präsentiert Axor auf der ISH elektronische Armaturen für die Wandmontage. Das Problem des meist unschönen Sensors lösten die Designspezialisten dabei meisterhaft mit der für den Benutzer unsichtbaren Lage an der Unterseite des Wasserauslaufs. Die neuen elektronischen Wandarmaturen ergänzen künftig die Kollektionen Axor Citterio und Axor Uno2. Eine elektronische Standarmatur gibt es in der Kollektion Axor Starck. Die neue Armatur »Axor Citterio M« mit sternförmigen Griffen sowie ein neuer Axor Starck Einhebel-Waschtischmischer und eine Stabhandbrause ergänzen das Armaturen-Programm.

duravit, hansgrohe, Esplanade, Onto, OpenSpace, Nahho, Eoos, Axor
Bild 6
duravit, hansgrohe, Esplanade, Onto, OpenSpace, Nahho, Eoos, Axor
Bild 7

»Warum ist da noch niemand früher darauf gekommen?«, diese Frage hört Richard Grohe öfter, wenn er auf die Neuheiten bei Hansgrohe zu sprechen kommt. Dies betrifft das neue »Raindance Rainfall Paneel« (Bild 7) mit dem das Wasserfall-Feeling in das Badezimmer Einzug hält ebenso wie die Weiterentwicklung der Armaturenlinien »Metris«, »Talis« und »Focus«. Unter dem Motto »ComfortZone« sind die Armaturen jetzt in verschiedenen Höhen erhältlich. ­Metris von 100 bis 260 mm (Bild 6), Talis von 80 bis 250 mm und Focus von 70 bis 240 mm. Der absolute Clou ist jedoch der um 360 Grad drehbare Auslauf bei den ­Talis-Modellen. Der so entstehende Strahlbogen erleichtert das Mund ausspülen, Gesicht- und Haare waschen oder Wasser trinken. Einfach, wirkungsvoll und gut. Nur: Warum ist da noch niemand früher drauf gekommen ...?

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 3/2011

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