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Effiziente Mischbauweise: Wohnanlage in Lauterach

Die Wohnanlage in Lauterach bei Bregenz nutzt die Vorzüge verschiedener Baustoffe in einer effizienten Mischbauweise: Stahlbeton als tragende Innenwände und Geschossdecken, Stahl als Loggiakonstruktion und Holz in den vorgefertigten Fassadenelementen. Die Holzschalung der Fassade ist in horizontale Bänder gegliedert und bindet die fünf Zeilen der Wohnanlage zu einer Einheit zusammen – nur der fünfte Riegel, in dem sich Eigentumswohnungen befinden, setzt sich durch eine Verkleidung aus Holzschindeln dezent ab.

Cukrowicz Nachbaur Architekten, Bregenz

Gebäude
Foto: Cukrowicz Nachbaur Architekten, Bregenz

Aus wirtschaftlichen Gründen wurde für dieses Bauvorhaben eine Mischbauweise gewählt. Die tragende Konstruktion der fünf dreigeschossigen Häuserzeilen besteht aus massiven Stahlbetondecken mit eingelegten Lüftungsrohren sowie Stahlstützen in Fassadenebene und in den Zwischenwandbereichen. Die tragenden Innenwände zu Tief­garage und Untergeschoss sind massiv in Stahlbeton ausgeführt, wobei deren Auf­lager zur Untergeschoss­decke zur thermischen Optimierung auf einzelne Auflagerpunkte reduziert sind. Auch die Treppenhäuser und Liftkerne sind massiv ausgebildet und übernehmen die statische Aussteifung der Gebäude. Die Außenwände bestehen aus vorgefertigten, eingeschossigen Holzelementen.

Detail

Ein wesentliches Argument für die Mischbauweise war neben der Wirtschaftlichkeit, dass die speziell im Wohnungsbau erforderlichen Schallschutzanforderungen zwischen den einzelnen Geschossen einfacher umzusetzen sind als bei einer reinen Holzkonstruktion.
Ein weiterer Vorteil lag im Erreichen größerer Spannweiten bei gleichzeitig geringerer Konstruktionshöhe. Auch ließen sich die vorgeschriebenen Brand­schutz­anforderun­gen mit der gewählten Mischbauweise ­problemlos erfüllen: Die zur vertikalen Lastabtragung der Fassade notwendigen Stahlstützen sind hinter einer raumseitigen Beplankung in die innenliegende Installationsebene der Außenwand integriert; dadurch konnte auf einen Brandschutzanstrich verzichtet werden.

Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 4/2011

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