You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken

Energie auf dem Dach

Foto: www.osnabrueck.de/sun-area

Auf vielen Dächern schlummert ungeahntes Potenzial. Einige Kommunen fördern mittlerweile den Einbau von Photovoltaik- oder Wärmeanlagen. Die Stadt Osnabrück ist ganz vorne mit dabei. Auf welchen Dachflächen der Stadt eine Anlage Sinn macht lässt sich jetzt mit Hilfe einer interaktiven Karte zur Dachflächenanalyse herausfinden.

Immer mehr Stromerzeugungs- und Wärmeanlagen werden in Deutschland installiert. Doch ausgeschöpft sind die Möglichkeiten auf den Dächern der meisten Städte bei weitem nicht. Um das zu ändern hat beispielsweise die Stadt Osnabrück ein Webportal eingerichtet auf dem sich Hausbesitzer informieren können, ob sich die Anschaffung einer Anlage lohnt.

Stromgewinnung aus Sonnenenergie soll sich bis 2020 vervielfachen. Mehr als die Hälfte der neuen Heizungsanlagen werden bereits jetzt mit Hilfe erneuerbarer Energien betrieben. Die Impulse dieses Trends sind schnell aufgezählt: die Modulpreise sinken und die Energieeinspeisevergütung sieht einen Bonus von 25 Cent pro Kilowattstunde vor, den jeder Anlagenbetreiber erhält.

In enger Zusammenarbeit mit der Stadt hat die FH Osnabrück eine interaktive Karte zur Dächeranalyse entwickelt. Für rund 70.000 Dächer stehen nun Daten zur Verfügung. Mit ein paar Mausklicks kann man herausfinden, wie viel Energie in jedem Dach steckt und wie hoch die CO2-Einsparung wäre. Insgesamt, 27.000 Dächer sind - laut dem Ergebnis - sehr gut bis gut geeignet. Theoretisch könnte der gesamte private Stromverbrauch oder 20 % des gesamten Stromverbrauchs Osnabrücks mit Photovoltaik zukunftssicher und CO2-arm erzeugt werden.

Die Stadt schiebt zudem eine intensive und individuelle Beratung in Sachen Stromerzeugung durch erneuerbare Energien an. Hausbesitzer werden gezielt angesprochen und über die Vorteile und finanzielle Zuschüsse in Kenntnis gesetzt. Bauherren und Architekten werden bereits jetzt in die Vorplanungen einbezogen und mit einer Bank wird über einen Bürgersolarfonds verhandelt. Osnabrück liegt dank all dieser Maßnahmen in der Solarbundesliga auf Rang 11 von insgesamt 45 Großstädten in Deutschland. Für das Jahr 2009 werden viele weitere Vorhaben umgesetzt und die Stadt wird in jedem Fall in der Rangliste höher aufsteigen.

Stichworte:
Aktuelles Heft
DETAIL 11/2018
DETAIL 11/2018, Licht und Raum

Licht und Raum

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.