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Eröffnung von Deutschlands größten Ziegeleimuseums

Die Ausstellung in der ovalen Brennkammer des Ringofens III im Ziegeleimuseum zeigt die Geschichte der Ziegelherstellung.
Ausstellungsbereich (Foto: Studio Duncan McCauley, Berlin)
Der interaktive Erlebnispfad in Ringofen II im Ziegeleimuseum Mildenberg.
Foto: Studio Duncan McCauley, Berlin

Vor den Toren Berlins eröffnet am 28. März 2009 das Ziegeleimuseum im Ziegeleipark Mildenberg. Das Industriemuseum in den zwei historischen Ringöfen sowie in der ehemaligen Maschinenziegelei gestalteten die Berliner Architekten Tom Duncan und Noel McCauley, die vom Masterplan bis zur Ausstellungsgestaltung das Projekt umfassend betreuen konnten.

Sie waren verantwortlich für die Konzeption der Ausstellungen ebenso wie für die Ausstellungsarchitektur und die notwendigen Hochbaumaßnahmen. Dadurch entstand ein Museum von großer konzeptioneller Geschlossenheit.

Die Ausstellung in der ovalen Brennkammer des Ringofens III im Ziegeleimuseum zeigt die Geschichte der Ziegelherstellung.
Interaktiver Erlebnispfad; Foto: Studio Duncan McCauley, Berlin

Insgesamt wurden zwei der historischen Ringöfen umgestaltet: Der eine beherbergt ein Veranstaltungszentrum im Obergeschoss und einen interaktiven Erlebnispfad in der Brennkammer, der andere zeigt die Geschichte der Ziegelherstellung in Form einer Ausstellung.

Die Besucher des interaktiven Erlebnispfads in Ringofen II betreten die 80 Meter lange Röhre und verfolgen dann den Weg, den ein Ziegelrohling geht, bis er fertig gebrannt ist. Aus 32 Audiokanälen ist eine raumübergreifende akustische Simulation der Ziegelproduktion zu vernehmen. Der einem Ziegel nachgebildete Kunststoffblock, der den Museumsbesuchern am Eingang ausgehändigt wird, verändert – abhängig vom gerade passierten Brennstadium – seine Farbe von weiß über hellrot, bis er die blassrote Färbung des fertigen Ziegel erreicht.

Ausstellung im Ziegeleimuseum Mildenberg

Die Ausstellung in der ovalen, tunnelartigen Brennkammer des Ringofens III zeigt die Geschichte der Ziegelherstellung anhand zahlreicher historischer Fotografien, Filmausschnitte und Gerätschaften der Ziegelproduktion. Das Konzept beruht auf einer dichten Verbindung filmischer und architektonischer Mittel. Im Zusammenwirken mit dem vorgefundenen Ort, so Thomas Duncan, „ergänzen sich Architektur und Film zu einer neuen Einheit.“

Im Obergeschoss des Ringofens II entstand ein großzügiger Raum für Veranstaltungen. Deutlich gelassen wurden aber die Spuren der vormaligen Nutzung, so zum Beispiel mit dem im Durchmesser 3,5 Meter messenden Schornstein, der das Zentrum des Raumes füllt oder auch mit den alten Schienen und Loren, die als Bar, Buffet und Garderobe umgenutzt wurden.

Die Eröffnungsveranstaltung findet am Samstag, den 28. März 2009 im Besucherzentrum des Ziegeleiparks statt.

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