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Große Nike 2013 für Peter Zumthor

Der Bund Deutscher Architekten BDA hat am 21. Juni 2013 im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt den Architekturpreis »Nike« verliehen. In sechs Preiskategorien wurden Architekten und Bauherren für vorbildhafte Beiträge zu Architektur und Städtebau gewürdigt. Der Hauptpreis »Große Nike« ging an den Schweizer Architekten Peter Zumthor und das Erzbistum Köln für das Kunstmuseum Kolumba in Köln.

Hauptpreis »Große Nike«
sowie Kategorie »Atmosphäre« – Kolumba Kunstmuseum, Köln

Architekten: Atelier Peter Zumthor & Partner, Haldenstein
Bauherr: Erzbistum Köln, Generalvikariat, Köln

Kolumba Kunstmuseum, Köln, Atelier Peter Zumthor & Partner
Foto: Hélène Binet, © Kolumba Köln

Mit diesem Museum hat Peter Zumthor ein »Gesamterlebnis« geschaffen, das seine ästhetische Kraft aus der meisterlichen Entwurfsarbeit schöpft, die sich mit der Geschichte des Ortes auseinandersetzt und den Dialog mit der künstlerischen Sammlung eingeht. »Peter Zumthor trifft in dem Gebäude Kolumba auf die grundlegenden Fragen der Architektur, bezogen auf Raum, Zeit, Material und Stadtgestalt. Seine Antwort inspiriert auf wunderbare Weise zum Sehen, zum Fühlen, zum Erleben und zum Nachdenken. Kolumba ist zu einem würdevollen Ort geworden durch Schlichtheit und eine sehr präzise Architektur, die in jedem Detail überzeugt«, begründet die Jury ihre Wahl.

Verleihung der Großen Nike 2013
Peter Zumthor bei der Preisverleihung im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt
Großen Nike, Plastik von Wieland Förster
Die »Großen Nike« ist eine Plastik des Bildhauers Wieland Förster.

 

Kategorie »Symbolik« – Schneekirche, Mitterfirmiansreut
Architekten: Köberl Döringer Architekten, Passau
Bauherr: Verein 100 Jahre Schneekirche Mitterfirmiansreut e.V.

Schneekirche, Mitterfirmiansreut, Köberl Döringer Architekten
Foto: Köberl Döringer Architekten
Schneekirche, Mitterfirmiansreut, Köberl Döringer Architekten
Foto: Köberl Döringer Architekten

Die Schneekirche erhielt 2013 bereits den BDA Preis Bayern sowie den bayerischen Tourismus Architektur Preis »artouro«.

 

Kategorie »Fügung« – Erweiterung Nya Nordiska, Dannenberg
Architekten: Staab Architekten, Berlin
Bauherr: NYA Nordiska Verwaltungs GmbH, Dannenberg

Erweiterung Nya Nordiska, Dannenberg, Staab Architekten
Foto: Marcus Ebener
Erweiterung Nya Nordiska, Dannenberg, Staab Architekten
Foto: Marcus Ebener

 

Kategorie »Komposition« – Tannerhof, Bayrischzell
Architekten: Florian Nagler Architekten, München
Bauherr: Tannerhof GmbH & Co. KG, Bayrischzell

Tannerhof, Bayrischzell, Florian Nagler Architekten
Foto: Stefan Müller-Naumann
Tannerhof, Bayrischzell, Florian Nagler Architekten
Foto: Stefan Müller-Naumann

Der Tannerhof erhielt in diesem Jahr zwei Preise, den Deutschen Holzbaupreis und den BDA Preis Bayern, sowie eine Nominierung für den »artouro«.

 

Kategorie »Neuerung« – Erweiterung Städel Museum, Frankfurt am Main
Architekten: schneider+schumacher, Frankfurt am Main
Bauherr: Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main

Erweiterung Städel Museum, Frankfurt am Main, schneider+schumacher
Foto: Norbert Miguletz
Erweiterung Städel Museum, Frankfurt am Main, schneider+schumacher
Foto: Kirsten Bucher
Erweiterung Städel Museum, Frankfurt am Main, schneider+schumacher
Foto: Norbert Miguletz

DETAIL berichtete in der Ausgabe 4/2012 sowie mehreren Online-Beiträgen über den Erweiterungsbau von schneider+schumacher:

Städel-Film zum Spatenstich

Lichte Gartenhallen - Erweiterung des Städel Museums in Frankfurt am Main

Erweiterung des Städel-Museums in Frankfurt a. M. (Zur Eröffnung)

Das Städel Museum zählte darüber hinaus zu den Nominierten des DETAIL Preis 2012.

 

Kategorie »Soziales Engagement« – Betriebsrestaurant mit Auditorium, Ditzingen
Architekten: Barkow Leibinger, Berlin
Bauherr: TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen

Betriebsrestaurant mit Auditorium, Ditzingen, Barkow Leibinger
Foto: David Franck
Betriebsrestaurant mit Auditorium, Ditzingen, Barkow Leibinger
Foto: Christian Richters

DETAIL stellte das Projekt in der Ausgabe 1+2/2009 vor. Es gewann 2009 den DAM-Preis für Architektur, 2012 den Hugo-Häring-Landespreis des BDA Baden-Württemberg und war 2011 eines von 20 deutschen Projekten bei der Architekturbiennale in São Paulo.

 

Erstmalig wurde in diesem Jahr außerdem die »Klassik-Nike« für den besonderen Wert eines Bauwerks oder städtebaulichen Projekts verliehen, das sich über mehrere Jahrzehnte in der Nutzung bewährt hat und noch immer als vorbildhaft gilt.

»Klassik-Nike« – Olympiapark mit dem Olympiastadion und dem Olympiazeltdach in München
Architekten: Behnisch & Partner, Stuttgart/München: Günter Behnisch, Fritz Auer, Winfried
Büxel, Erhard Tränkner, Karlheinz Weber – Wettbewerb mit Jürgen Joedicke, Stuttgart;
Landschaftsgestaltung mit Günter Grizmek, Kassel/München
Überdachung der Hauptsportstätten: Behnisch & Partner, Stuttgart, Frei Otto,
Warmbronn, Leonhardt + Andrä mit Jörg Schlaich, Stuttgart
Visuelles Erscheinungsbild: Otl Aicher, Ulm/Rotis
Bauherr: Olympiabaugesellschaft mbH, München

Olympiapark mit dem Olympiastadion und dem Olympiazeltdach in München
Foto: Presseamt München
Olympiastadion, München
Foto: Christian Kandzia

Wie kein anderes Gebäude verkörpert die Sportstätte das gesellschaftliche Bedürfnis nach Freiheit, Demokratie und Weltoffenheit. Die Olympischen Spiele 1972 waren für die Bundesrepublik Deutschland ein idealer Anlass, diesen Anspruch in der Architektur zum Ausdruck zu bringen. Auch heute noch, nach vier Jahrzehnten, hat der Olympiapark mit dem Olympiastadion nichts von seiner zukunftsweisenden Wirkung verloren.

DETAIL 4/2011 debattierte zum Thema:
Auf den zweiten Blick: Das Olympiagelände in München – Weiterbauen oder Fertigmachen?

 

Die BDA-Landesverbände hatten mehr als 60 herausragende Gebäude und städtebauliche Arbeiten aus den letzten Jahren nominiert.

Die Jury

  • Prof. Andreas Emminger, Architekt (Nürnberg)
  • Michael Frielinghaus, Architekt (Friedberg)
  • Prof. Françoise-Hélène Jourda, Architektin (Paris)
  • Anne Kaestle, Architektin (Zürich)
  • Dr. Roman Hollenstein, Architekturkritiker (Zürich)
  • Ulla Luther, Stadtplanerin und Staatsrätin a. D. (Berlin)
  • Peter Cachola Schmal, Direktor des DAM (Frankfurt)
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