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Luxuriöse Hülle für die Milchproduktionsgesellschaft Luxlait

KME
Foto: Dan Zoubek/studio klv

Die luxemburgische Milchproduktionsgenossenschaft Luxlait setzte mit ihrer neuen Fertigungsstätte ein markantes architektonisches Zeichen. In Bissen, unweit der Hauptstadt des Großherzogtums, realisierte das Berliner studio klv am Rand des Firmengeländes unter dem Namen »Vitarium« ein Empfangs- und interaktives Erlebniszentrum der besonderen Art. Die markante Gebäudehülle aus einer Kupfer-Aluminium-Legierung der Marke »Tecu Gold« soll auf den hohen Stellenwert der hier produzierten Lebensmittel verweisen.

Mit dem Gebäude wurde eine nachhaltige Verbindung zwischen Betriebsgelände und ländlicher Umgebung geschaffen, hervorgehoben durch die subtile Integration in die hügelige Landschaft, unterstrichen durch üppige Grünanlagen und die sich trotz aller Auffälligkeit in stimmiger Farbharmonie in die Umgebung einfügende Gebäudehülle. Das Gebäude setzt einen überzeugenden Kontrapunkt zu den in neutralen Grautönen gehaltenen Kuben der Industriegebäude, in denen Firmenverwaltung und Fertigung der Molkereiprodukte beherbergt sind. Der Bautyp ist im Umriss eine Referenz an die im ländlichen Umfeld vorherrschende Satteldachkonstruktion, hier auf moderne Art interpretiert mit einer durchgängigen Gestaltung der Gebäudehaut, mit fließenden Übergängen zwischen Dach und Fassade. So vermittelt die Konstruktion zwischen Tradition und Moderne, zwischen ländlichen Produkten und moderner Produktion.

Das Vitarium umfasst funktional drei räumliche Bereiche, die ineinander übergehen und durch die homogene Gebäudehaut vereint sind. Nur an der Nordseite ist die Bekleidung in handwerklich geschickter Ausführung von Lichtkuppeln und Perforationen durchbrochen; die Stirnseiten nach Westen und Osten sind großzügig verglast. Diese punktuellen Brüche unterstreichen die ästhetische Wirkung der ansonsten durchgehenden Bekleidung mit Tecu-Gold-Schindeln – ein hochwertiges Material, das dem Anspruch eines Spitzenherstellers für Lebensmittel entspricht und dabei auch bezüglich Nachhaltigkeit und Langlebigkeit keine Kompromisse zulässt.

KME, Tecu Gold, Kupfer-Aluminium-Legierung, klv, Vitarium
Foto: Dan Zoubek/studio klv

Zur Zufahrtstraße hin kragt die Stirnseite des oberen Stockwerks über den Eingangsbereich in der unteren Etage hervor. Der resultierende aufgeständerte Überhang bietet dem Besucher einen willkommenen Wetterschutz, bevor er den Empfangsbereich betritt und sogleich in das funktionale Ambiente integriert ist. Zwischen Empfangstresen, Cafeteria und Aufgang zur zweiten Etage findet sich hier der offene Zugang zum Herzen des Vitariums, der interaktiven Erlebniswelt rund um das Thema Milch und Gesundheit. Die Erlebniswelt ist über einen Tunnelgang mit den Fertigungsgebäuden verbunden, um nach Führungen durch die Produktion eine nahtlose Fortsetzung der Kommunikation zum Thema zu ermöglichen.

Maßgeblichen Anteil an der Perfektion der hochwertigen Gebäudehaut hat auch der beispielhafte Service des Unternehmens KME Germany AG & Co. KG, Hersteller des Produkts Tecu Gold. Dessen Abteilung KME Architectural Solutions ermöglichte nicht nur die Just-in-time Lieferung der speziell in einem Sonderformat gefertigten Schindeln, sondern auch die komplette Baustellenbetreuung für die Fassadenkonstruktion. Für die Fertigung der Blecheinfassungen von Lichtkuppeln und Bullaugenfenstern wurde mit der Firma Krehle in Landsberg zudem ein Spezialist vermittelt, der in der Lage ist, diese höchst anspruchsvollen Details professionell zu realisieren.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 6/2011

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