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Mehr Flughafen als Bahnhof

Es ist nach Aussagen der Bauherren nicht nur der größte Bahnhof Asiens, sondern auch mit Solarzellen aus Süddeutschland bestückt: Pünktlich zu den Olympischen Spielen hat Pekings South Railway Station am 1. August 2008 seinen Betrieb aufgenommen (Architekten: Terry Farrell and Partners).

Mit einer Grundfläche von 50 400 Quadratmetern und einer Geschossfläche von 220 000 Quadratmetern wird der Südbahnhof Peking der größte Bahnhof Asiens und Verkehrsknotenpunkt für Bahn, U-Bahn, Stadtbahn, Bus und Taxi. Der am höchsten Punkt 40 Meter hohe Bahnhof verfügt über zwei über- und drei unterirdische Stockwerke.

In den Neubau des Südbahnhofs sind die Solarzellen in das Dach integriert. Die Anlage besteht aus 5200 Solarmodulen, die solaraktive, hauchfeine Schichten aus Kupfer-Indium-Sulfid (CIS) verwenden. Die Module sind im Schachbrettmuster abwechselnd mit Klarglasfeldern angeordnet und ziehen sich wie ein Band durch das frei über die Aufenthaltshalle gespannte Dach des Bahnhofsgebäudes. Die einzelnen Solarfelder bestehen aus neun bis 18 CIS-Modulen mit einer Modulleistung von je 75 Watt. Neben der Stromerzeugung erfüllen die Generatoren in der Decke des Bahnhofs eine weitere Funktion: Sie beschatten den Innenraum und reduzieren somit die Kosten zur Klimatisierung. Mit einer Gesamt-Nennleistung von rund 390 Kilowattpeak (kWp) wird es damit die weltweit größte Gebäudeintegration von Solarmodulen in CIS-Technologie sein.

Der größte Bahnhof Asiens verschlang 65 000 Tonnen Stahl. Voraussichtlich ab dem Jahr 2010 wird er Endstation des Hochgeschwindigkeitszugs sein, der die Metropolen Schanghai und Peking mit einer Fahrtzeit von fünf anstatt bisher 14 Stunden miteinander verbindet.

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