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Staatsoper teurer als Neues Museum

Staatsoper Unter den Linden Berlin
Foto: Max Lautenschläger

239 Millionen Euro – und damit rund 39 Millionen Euro teurer als das Neue Museum in Berlin – soll die Sanierung der Berliner Staatsoper kosten. Heute wurde bekannt gegeben, dass die Stuttgarter Architekten hg merz die Sanierung der Staatsoper Unter den Linden durchführen werden.

Das Büro hatte bereits die Sanierungsarbeiten an der Nationalgalerie und an der Staatsbibliothek übernommen. Die Bauarbeiten an der Staatsoper sollen im Sommer 2010 beginnen und bis 2013 laufen. Während dessen wird die Oper in das Gebäude des Schiller-Theaters umziehen.

Aus 21 Bewerbern wurde das Architekturbüro hg merz aus Stuttgart für den denkmalgerechten Umbau, die Modernisierung und die Erweiterung des Gebäudes ausgewählt. Bei der Sanierung sollen sowohl die Akustik als auch die Sichtlinien verbessert werden.

Die Ausschreibung fand bereits zum zweiten Mal statt, da der Siegerentwurf des ersten Verfahrens von Klaus Roth heftig diskutiert wurde, weil damit dem Denkmalschutz nicht ausreichend Rechnung getragen wurde. Roth schlug beim zugehörigen Wettbewerb im Mai 2008 einen modernen Opernsaal vor. Er wollte eine völlige Beseitigung aller historischen Spuren in dem von 1952 bis 1955 nach altem Vorbild wieder aufgebauten Saal. Dabei sollte das Parkett schräg angehoben und die Decke deutlich erhöht werden, um die Akustik und die Sicht deutlich zu verbessern.

Die einstimmige Jury-Entscheidung sei „eine gute Nachricht für alle Freunde der Staatsoper und der Architektur Richard Paulicks“, betonte Kulturstaatssekretär André Schmitz. Das Architekturbüro hg merz habe, laut Schmitz, „mit seinem großartigen und hochsensiblen Wiederaufbau der Alten Nationalgalerie eine Symbiose zwischen denkmalgerechter Sanierung und den funktionalen Ansprüchen eines modernen Kulturbetriebes gefunden, auf die wir nun auch für die Staatsoper hoffen dürfen“.

Den Großteil der Sanierungskosten für die Staatsoper finanziert mit 200 Millionen Euro der Bund. 30 Millionen Euro sollen aus Spendengeldern des Vereins der Freunde der Staatsoper kommen.

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