26.08.2006

Baugewerbe: Pilotmessung belegt hohe Kostenentlastung durch Präqualifikation


“Die in Nordrhein-Westfalen durchgeführte Pilotmessung zum Umfang der Kostenentlastung durch Präqualifikation bei öffentlichen Bauaufträgen bestätigt es erneut: von der durch die Präqualifikation profitieren öffentliche Auftraggeber und anbietende Unternehmen in hohem Maße.”

Mit diesen Worten kommentierte heute der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Prof. Dr. Karl Robl, eine kürzlich bekannt gewordene Pilotmessung zum Umfang der administrativen Belastungen bei öffentlicher Ausschreibung gem. § 8 VOB/A ohne und mit Präqualifizierung.
Die Prüfung der zum Nachweis der Eignung im Sinne von § 8 VOB/A, also Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit, bei öffentlichen Aufträgen vom Bieter vorzulegenden Dokumente ist zeit- und kostenintensiv und fehleranfällig. Bei der Präqualifikation von Bauunternehmen wird die grundsätzliche Eignung des Bieters auftragsunabhängig von neutraler Stelle geprüft. Die Vergabestellen können anhand eines Internet-Registers jederzeit tagesaktuell überprüfen, ob ein Bieter die erforderlichen Nachweise erbracht hat. Die für Bieter und Auftraggeber zeit- und kostenintensive Zusammenstellung und Prüfung dieser Nachweise bei jeder einzelnen Vergabe erübrigt sich damit zukünftig.
”Die Studie belegt, dass mit dem Präqualifikationsverfahren nicht nur die Bewerbung um öffentliche Bauaufträge erleichtert wird. Kosteneinsparungen bei öffentlichen Auftraggebern und anbietenden Unternehmen in bis zu 3-stelliger Millionenhöhe jährlich zeigen, dass wir mit der Präqualifikation auf dem richtigen Weg sind.”, so Robl weiter.

Zahlreiche Firmen des Baugewerbes haben die Vorteile der Präqualifikation bereits für sich entdeckt und mittlerweile über die Zertifizierung Bau e.V., der Präqualifikationsstelle, bei der ¾ aller derzeit bundesweit präqualifizierten Unternehmen Kunden sind, ihre Eintragung in die Liste präqualifizierter Unternehmen erlangt.

“Wir fordern die öffentlichen Auftraggeber auf, zukünftig stärker auf präqualifizierte Unternehmen zurückzugreifen, weil sie hiermit über ein Instrument verfügen, seriöse Bauunternehmen auszuwählen. Die Zeiten, dass allein der Preis darüber entscheidet, ob ein Unternehmen den öffentlichen Bauauftrag erhält, müssen mit Einführung des Präqualifikationsverfahrens ein Ende haben.” So Robl abschließend.

Quelle: ZDB
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