24.05.2010 Claudia Fuchs

Verwaltungsgebäude in Linz

Der Neubau der Verkaufs- und Finanzzentrale des Stahlkonzerns Voestalpine bildet das Portal für das Firmengelände und zugleich dessen nördlichen Abschluss. Der 220 Meter lange geschwungene Baukörper verjüngt sich zu einer 34 Meter auskragenden verglasten Spitze, die als markantes Vordach den Eingang betont. Zugleich repräsentiert der Neubau auch die konstruktiven und gestalterischen Qualitäten des Materials Stahl: Der fünfgeschossige Riegel ist als Stahlbau errichtet. Die auskragende Spitze bilden zwei Fachwerkträger, deren Lasten der Erschließungskern sowie vier kreuzförmige Stahlstützen abtragen. Im Kontrast dazu zeigen die Fassaden die filigrane Seite des Werkstoffs: Streckmetallpaneele verleihen der Gebäudehülle eine fast textile Wirkung. Konsequent ist die Grundrissorganisation in der Tragstruktur weitergeführt: Die Mittelzone mit vier glasgedeckten Atrien wird überspannt von gelochten Stahlträgern; beidseitig schließen die Büroräume an; die hier eingesetzten Kragträger ermöglichen stützenfreie Büro- und Fassadenbereiche. Die Stahlkonstruktion ist sichtbar, die im Werk sandgestrahlten und grundierten Teile wurden vor Ort nach der Montage mit Eisenglimmerfarbe endbeschichtet. Das gesamte Gebäude ist gesprinklert, einen zusätzlichen Brandschutzanstrich erhielt die auskragende Spitze. Hier liegt, geschützt hinter Glas, eine Dachterrasse, als Aussichtskanzel über Hochöfen und Gasometer des Stahlwerks.

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