08.10.2012 popp@detail.de

Rede zur Architektur 2012 von Souto de Moura

Bei dieser Zugabe des Literatur- und Musikfestes "Wege durch das Land" spricht der portugiesische Architekt und Pritzker-Preisträger Eduardo Souto de Moura über seine Arbeitsweise und seine Bauten. 

Ort: Gut Böckel, Rilkestraße 18, 32289 Rödinghausen
Datum: Samstag, 17. November 2012, 11.30 Uhr

Museum Paula Brego in Cascais, 2007

Fußballstadion im Braga, 2003

"Ich habe mich auf das Essentielle in der Architektur konzentriert. Das grundlegendste Element ist die Mauer."
In seinen Arbeiten trifft die nordportugiesische Bautradition auf moderne Form und moderne Materialien. Wie er an der historischen Architektur den Wechsel von Fels, Mauer und Treppe schätzt, wie sich aus der Natur das Artifizielle erhebt, so bilden sich aus den von ihm bevorzugten Kombinationen von Mauer mit Holz, Metall, Ziegel, Beton und Glas kühne Gegenüberstellungen, die spannungsvoll aufeinandertreffen.

Aber immer bleibt die Mauer seine Passion. Seine "muros" sind keine Grenzen, die einschließen oder erdrücken. Sie gehen vielmehr eine harmonische Verbindung ein, kommunizieren miteinander, stiften eine Einheit zwischen Architektur und Natur. Die Mauer und der Innenhof, der gekonnte Wechsel von Abgeschlossenheit und Weite, die Verbindung von Außenwelt und Innenraum sind seine Passion. Die Konstruktion ist nicht die Architektur, sondern die Materialisierung des menschlichen Bedürfnisses nach Schutz und einem Zufluchtsort.

Für seine Architektur der Reduktion und des Purismus wurde Eduardo Souto de Moura vielfach und zuletzt mit dem Pritzker-Preis 2011 ausgezeichnet.

Zu den Hauptwerken von Souto de Moura zählen der Landespavillon auf der Expo 2000 in Hannover, das Fußballstadion in Braga (2003), das Museum Paula Rego in Cascais (2007) und das Museum für Moderne Kunst in Braganza (2008). Beitrag von Eduardo Souto de Moura für die Biennale 2012
Gut Böckel selbst ist ein eindrucksvolles architektonisches Ensemble, gewachsen über Jahrhunderte, mit einer Vorburg, riesigen Wirtschaftsgebäuden und Scheunen – Pferde-, Schaf- und Kuhstall, Hafer- und Roggenhaus, Schmiede, Mühle und Stellmacherei – sowie dem repräsentativen Gutshaus von 1884. Der Park wurde vom Hamburger Gartenarchitekten Rudolph P.C. Jürgens angelegt und erinnert mit seinen vielen Wasserläufen an Claude Monets Giverny.

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