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DETAIL Preis 2009 - Gewinner und Nominierte
Die Gewinner des DETAIL Preises 2009 stehen fest:
Am 14. Januar 2009 wurde im Münchener Künstlerhaus im festlichen Rahmen der DETAIL Gala die DETAIL Preise in sieben verschiedenen Kategorien vergeben. Den Hauptpreis erhielten FAM architectura y urbanismo aus Madrid zusammen mit Schlaich Bergermann & Partner aus Stuttgart für das M-11 Memorial im Zentrum Madrids.
Aus 318 Einreichungen aus 28 Nationen nominierten die Jurymitglieder Peter Cachola Schmal (Direktor Deutsches Architekturmuseum DAM), Elke Delugan-Meissl (Delugan Meissl Associated Architects), Helmut Dietrich (Dietrich Untertrifaller Architekten), Albert Dietz (Dietz Joppien Architekten), Prof. Dietrich Fink (TU München, Fink + Jocher), Lutz Heese (Präsident der Bayerischen Architektenkammer) und Christian Schittich (Chefredakteur DETAIL) jeweils drei Projekte für den DETAIL Preis 2009 und die Sonderpreise in den Kategorien Holz, Glas, Innovation Stahl, Akustik, ArchitekturXport und Studenten.
Vielen Dank an alle Teilnehmer für die Vielzahl hochkarätiger internationaler Projekte!
Die Bekanntgabe und Auszeichnung der Preisträger erfolgt während der DETAIL Gala am 14. Januar 2009 im Rahmen der Messe BAU 2009 in München.
Mehr zur DETAIL GALA
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| Nominierte Projekte |
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| DETAIL PREIS 2009 |
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Foto von Esaviu Avosta |
GEWINNER
Projekt: M-11 Memorial
Standort: Madrid
Verfasser: Fam architectura y urbanismo (Madrid, ES) + Schlaich Bergermann & Partner (Stuttgart, D)
Kurzbeschreibung:
Das Denkmal im Zentrum von Madrid erinnert an die Opfer des Terroranschlags am 11. März 2004 in Madrid. Die eigentliche Gedenkstätte befindet sich unterirdisch und wird bei Tageslicht über eine massive, elliptische Glaskonstruktion belichtet, die überirdisch als Denkmal wahrgenommen wird. Nachts ist der Glaszylinder erleuchtet und dominiert die Umgebung. Um seine gebogene Oberfläche in verschiedenen Radien zu ermöglichen wurden neuartige Details entwickelt. In seinem Inneren befindet sich eine amorph geformte Folie, über Druckluft gehalten, die mit Worten des Mitgefühls in verschiedenen Sprachen bedruckt ist.
Jurystatement:
Die Jury lobt den innovativen Anspruch der Arbeit und die konsequente Ausführung, die zu einer Neuinterpretation des Themas Mahnmal als auch zu einer neuartigen konstruktiven Detailausbildung führt. Durch radiale Vermörtelung der Glasbausteine und geschichtete Folien im Inneren, die durch Überdruck in Form gebracht werden, entsteht eine ungewöhnliche Auslegung von Transparenz und Transluzenz.
Eine besondere Lichtsituation hebt die bedrückende Schwere und Stärke des Glases hervor. Beeindruckend ist der Umgang mit Gegensätzen und Spannungen. Die weichen Formen der Folie im Inneren stehen in Kontrast zu der harten Ummantelung der schweren Glaswände. Die Gegensätzlichkeit der leuchtenden nächtlichen Erscheinung und der dumpfen Farben tagsüber sowie die Diskrepanz der hellen überirdischen Lichtkonstruktion und der dunklen Schwere des unterirdischen Gedenkraums führen zu einem poetischen, meditativen Raum.
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Foto von Christiaan de Bruijne |
Projekt: Kraanspoor
Standort: Amsterdam, Niederlande
Verfasser: OTH, Ontwerpgroep Trude Hooykaas bv (Amsterdam, NL)
Kurzbeschreibung:
Der dreigeschossige Büroriegel Kraanspoor, zu deutsch Kranspur, wurde auf einer stillgelegten Beton-Kranführungsbahn im Norden Amsterdams errichtet. Das Industriedenkmal aus den 1950er Jahren macht die Geschichte der Schifffahrtsindustrie erlebbar und gibt dem Ort seinen eigenen Charakter. Der Neubau schafft ein größtmögliches Bauvolumen, ohne drastische Eingriffe in die vorhandene Betonstruktur vorzunehmen und nutzt den Rahmen der maximalen Traglast. Die Glas-Stahl-Konstruktion fügt sich in die Ästhetik der Umgebung ein und setzt sich dennoch klar vom Bestand ab.
Jurystatement:
Das Projekt begeistert durch den richtungsweisenden Ansatz, industrielle Brachen als Baugrund zu verwenden und auf stillgelegten Werftfragmenten weiterzubauen. Besonders interessant erscheint das Schaffen neuen Baugrunds ohne ein reales, landgebundenes Grundstück. Die Potentiale des Gebäudes als urbaner Kristallisationspunkt in ehemals industriellem Gelände überzeugen ebenso wie die kreative Umsetzung des Büro-Loft-Konzepts. Die filigrane Struktur, die 3 m über der Kahnbahn zu schweben scheint, fasziniert durch die konsequente Umsetzung der Konstruktion in Stahl und Glas sowie eine beachtliche Reduktion der formalen Mittel. Die Leichtigkeit und Transparenz der Leichtbaustruktur des Riegels wird durch bewegliche Glaslamellen erzeugt, die neben gezielter Lichtlenkung das Erscheinungsbild der Fassade beeinflussen.
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Foto von Toshiyuki Yano |
Projekt: Silent House
Standort: Oita, Japan
Verfasser: Takao Shiotsuka Atelier (Oita, JP)
Kurzbeschreibung:
Das kleine Wochenendhaus einer Familie liegt abgeschieden in einem Bergdorf, nahe der japanischen Stadt Oita. Mit unverputzten Wänden aus gemauertem Betonstein und äußerst reduziert ausgebildeten Details spiegelt es die schlichte Einfachheit und Stille der Umgebung wieder. Die inneren Raumeinheiten sind nach traditionellem Vorbild in eine perforierte äußere Hülle eingestellt, womit das Gebäude auf die klimatischen Gegebenheiten des Ortes reagiert.
Jurystatement:
Beeindruckend ist der konsequente Einsatz von Mitteln in Kohärenz mit der ursprünglichen Idee. Die zielgerichtete Anordnung gradliniger Raumschichten schafft in der äußeren und inneren Erscheinung überzeugende Räume. Durch absolute Reduktion im Detail wird ein einmaliger, ästhetischer Ausdruck geschaffen, der an keiner Stelle das Spektakuläre sucht. Der Verzicht auf alles Überflüssige ist gleichzeitig eine Interpretation traditioneller japanischer Bauten. Das archaische Gebäude leistet sich den Luxus, auf beinahe alles zu verzichten, was den Archetyp Haus ausmacht. Noch weniger wäre nicht möglich.
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| SONDERPREIS GLAS |
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Foto von Annette Kisling, Christoph Rokitta
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Projekt: Stadtbibliothek Schweinfurt
Standort: Schweinfurt, Deutschland
Verfasser: Bruno Fioretti Marquez Architekten (Berlin, D)
Kurzbeschreibung:
Der Umbau des denkmalgeschützten Ensembles Ebracher Hof in Schweinfurt zu einer Stadtbibliothek wird auf unkonventionelle Weise umgesetzt. Um die prägnante städtebauliche Stellung der ehemaligen Scheune zu erhalten wurde die notwendige Erweiterung im Untergeschoss des Vorplatzes realisiert. Belichtet wird der neue Raum über eine gläserne Laterne.
Jurystatement:
Ausgehend von der notwendigen Belichtung entschieden sich die Architekten für eine ungewöhnliche Lösung. Durch den überraschenden, nonkonformistischen Umgang mit den verwendeten Materialien, insbesondere mit dem Werkstoff Glas, entsteht eine reliefartige Fassade und eine eigenständige Architektursprache. Die Fassade scheint beinahe entmaterialisiert und thematisiert durch besondere Präzision den bewussten Kontrast zu der rauen Materialität der Scheune.
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Foto von H.G. Esch |
Projekt: Europäische Investitionsbank
Standort: Luxemburg
Verfasser: Ingenhoven Architekten (Düsseldorf, D)
Kurzbeschreibung:
Das Verwaltungsgebäude der Europäischen Investitionsbank in Luxemburg bietet auf zehn Ebenen Büroräume für 800 Beschäftigte. Besonderes Gestaltungsmerkmal ist ein 13.000 m2 großes, röhrenförmiges Glasdach, dessen Wölbung die Topographie des Geländes weiterführt und dem Gebäude seine Identität verleiht. Gleichzeitig bietet das Dach ein Maximum an Tageslicht und Transparenz und spielt somit eine entscheidende Rolle der Energiestrategie des Gebäudes.
Jurystatement:
Das Projekt ist eine überzeugende Umsetzung eines vollkommenen Glashauses. Das Gebäude ist lichtdurchflutet und öffnet sich nach Innen durch Atrien, die als räumliche Schnittstellen und Orte der Kommunikation die Transparenz der inneren Organisation widerspiegeln. Durch eine minimierte Oberfläche bei maximalem Grundriss wird ein in sich geschlossenes klimatisches System geschaffen.
Die reduzierte Stahl-Glas-Konstruktion funktioniert wie eine „Klimaglocke“ und schaffte ein Gesamtenergiekonzept, das den höchsten Standards entspricht.
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Foto von Daici Ano |
GEWINNER Projekt: Ring House
Standort: Nagano, Japan
Verfasser: TNA, Makoto Takei, Chie Nabeshima (Tokio,JP)
Kurzbeschreibung:
Das „Ring House“ ist ein gestapeltes, vertikal organisiertes Wochenendhaus in einem Waldgebiet bei Nagano, Japan. Das Wohnhaus fügt sich in die Waldlandschaft ein und bietet dem Nutzer einen ungestörten 360° Panoramablick. Es besteht aus einer Rahmenkonstruktion in Holz mit horizontalen Fensterbändern, die sich in Schichten komplett um das Gebäude ziehen und fließende Übergänge von Innen- und Außenraum erzeugen. Mittels der Konstruktion, ohne sichtbare tragende Elemente, wird ein reduzierter, schwebender Eindruck der einander abwechselnden Schichten erzeugt.
Jurystatement:
Prägende Entwurfsidee des Wohnturms ist das Thema Transparenz. Die Jury lobt besonders den wirkungsvollen Einsatz des Materials Glas, der Gebäude und Grundstück zu einem magischen Ort werden lässt. Die Strukturierung der Fassade in horizontale, scheinbar schwebende Ringe bricht den Maßstab des Gebäudes und überspielt so jede Geschossigkeit. Auf den ersten Blick sind keine vertikalen Elemente sichtbar. Durch maximale Auflösung im Inneren und fließende Raumübergänge erscheint das Gebäude lediglich als aufgelöste Hülle. Alle notwendigen Funktionen werden geschickt hinter unterschiedlich hohen Holzwänden verborgen, die keine tragende Funktion haben und den Raumfluß nicht beeinträchtigen. Die Leichtigkeit des Gebäudes wird zusätzlich über die Farben und die Beleuchtung verstärkt. Das Gebäude wird zur Laterne im Wald.
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| SONDERPREIS HOLZ |
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Foto von Bernd Borchardt |
GEWINNER Projekt: e3
Standort: Berlin
Verfasser: Kaden + Klingbeil Architekten (Berlin, D)
Kurzbeschreibung
Das Wohnhaus e3 in Berlin ist die erste 7-geschossige reine Holzkonstruktion in einem großstädtischen Zentrum Europas. Die Fassade ist verputzt und fügt sich in die bestehende Berliner Blockrandbebauung ein. Das Treppenhaus, eine Betonkonstruktion, ist seitlich an der Brandwand des Nachbargebäudes abgesetzt und über Stege mit den Wohneinheiten verbunden. Dadurch wird der Brandschutz gewährleistet und die Innenräume werden zusätzlich über eine dritte Fassade belichtet. Die Wahl des Baustoffs Holz war ausdrücklicher Wunsch des Bauherren und wurde unter Beachtung von konstruktiven, gestalterischen, anlagentechnischen und energetischen Maßnahmen umgesetzt.
Jurystatement
Das Projekt zeichnet sich durch seinen richtungsweisenden Modellcharakter aus und versteht sich als Prototyp einer Holzkonstruktion in städtischem Umfeld mit mehr als fünf Geschossen. Die Jury lobt den gestalterisch hohen Anspruch, der sich durch große Fassadentransparenz und eine hohe Grundrissvariabilität im Inneren auszeichnet. Die klare Detailausbildung der Stahlknoten, die Stützen und Träger verbinden, sowie die Ausführung der Holzbetonverbunddecken, im Tragverbund mit Riegeln und Flachunterzügen, die zur „dritten Fassade“ spannen sind ein Novum. Konstruktiv und energetisch kann sich das Gebäude mit jeglichen Massivbaustandards messen.
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Foto von Halkin Photography LLC. |
Projekt: Loblolly House
Standort: Maryland, USA
Verfasser: KieranTimberlake Associates LLP (Philadelphia, USA)
Kurzbeschreibung:
Das Loblolly House ist ein vollständig im Werk vorgefertigtes Wohngebäude. Sämtliche Holzbauteile sind vorfabriziert und können in weniger als sechs Wochen auf eine Aluminium-Rahmenkonstruktion montiert werden. An der Küste von Maryland errichtet, nimmt das Einfamilienhaus die Gegebenheiten der Natur auf und symbolisiert durch die Verwendung der Materialien die umgebenden Strukturen.
Jurystatement:
Das Projekt überzeugt durch seine gestalterischen Qualitäten und die maximale Vorfertigung der einzelnen Bauelemente im Werk. Die leicht zu montierende Tragkonstruktion besteht aus einem industriellen Aluminiumbau, alle wandbildenden Elemente sind aus Holz. Um den Baugrund so wenig wie möglich zu beeinträchtigen sind die Fundamente der leichten Holz-Aluminium-Konstruktion ebenfalls aus Holz errichtet. In der Wahl der Materialien und durch die Minimierung der Eingriffe in die Natur reagiert das Gebäude sensibel auf seinen Kontext und hinterlässt im Sinne der Nachhaltigkeit kaum Spuren.
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Foto von Jürg Zimmermann |
Projekt: Trublerhütte
Standort: Schlieren, Schweiz
Verfasser: Rossetti + Wyss Architekten, (Zürich, CH)
Kurzbeschreibung:
Die Trublerhütte liegt auf einer geneigten Lichtung am Waldrand bei Schlieren in der Schweiz. Die Holzhütte wurde auf dem unversehrten Sockel des abgebrannten Vorgängerbaus errichtet. Das architektonische Konzept ist stark mit dem Bauplatz verbunden und bietet dem Besucher durch raumhohe Fensteröffnungen Ein- und Ausblicke in die Umgebung. Das Gebäude kann formal als Box gelesen werden, die in geschlossenem Zustand monolithisch wirkt.
Jurystatement:
Der Entwurf besticht durch den konsequenten Einsatz des Materials Holz, der in Einklang mit einer reduzierten Formsprache steht und durch absolute Stringenz übrezeugt. Durch die Purheit von Formen und der reinen Holzanwendung wird ein monolithisches Erscheinungsbild erzeugt, das durch die Öffnung von raumhohen Fenstern variiert werden kann. Der klare Kubus wird durch vier Boxen definiert, die alle dienenden Funktion beherbergen. Der entstehende Innenraum ist frei bespielbar. Durch große Öffnungen wird ein Bezug zur Umgebung geschaffen.
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| SONDERPREIS INNOVATION STAHL |
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Foto von Hélène Binet |
GEWINNER Projekt: BMW Welt
Standort: München, Deutschland
Verfasser: Coop Himmelb(l)au (Wien, A)
Kurzbeschreibung:
Die BMW Welt ist eine kombinierte Ausstellungs-, Auslieferungs-, Erlebnis-, Museums- und Eventstätte in direkter Nähe zum BMW-Vierzylinder in München. Das architektonische Konzept spiegelt Funktion und extrovertiertes Design gleichermaßen wider. Die Hauptentwurfselemente der anspruchsvollen Stahlkonstruktion bilden eine große, durchlässige Halle mit skulpturartigem Dach, der formgebende Doppelkegel und eine aufwändige Fassadenkonstruktion. Die ernorme Dachfläche, wird von nur elf Pendelstützen getragen und vermittelt, trotz ihrer Massivität, einen schwebenden Eindruck.
Jurystatement:
Die BMW Welt ist ein beeindruckend komplexer konstruktiver Stahlbau, der durch expressive Form neuartige Raumsequenzen und –szenarien ermöglicht. Die Konstruktion wurde erst durch massive Unterstützung durch Computer plan- und baubar. Die Ausformulierung des vielschichtigen Raumfachwerks mit extrem wenigen Auflagerpunkten ist zweifellos nur durch den Baustoff Stahl zu realisieren, ebenso wie die außermittige Rotation des Zylinders. Die Fassade, die sowohl tragende als auch aussteifende Funktion hat, ist erstaunlich filigran in ihrer Ausführung. Das zeichenhafte Gebäude ist eine Bereicherung für seine Umgebung und fügt sich als Landmarke zwischen das BMW-Museum und Olympiapark.
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Foto von David Boureau |
Projekt: Passerelle Simone-de-Beauvoir
Standort: Paris, Frankreich
Verfasser: Dietmar Feichtinger Architectes (Paris, F)
Kurzbeschreibung:
Die 304 m lange Fußgängerbrücke in Paris überspannt die Seine stützenfrei in einem Zug. Zwei Kurven erzeugen die Geometrie der Stahlbrücke und sind Struktur und Wegführung zugleich. Sie bilden einen weit gespannten Druckbogen und ein Zugband. Dem Fußgänger bieten sich eine Vielzahl von verschiedenen Möglichkeiten die Brücke zu überqueren, mit jeweils unterschiedlichen Raumsequenzen und Perspektiven.
Jurystatement:
Die Konstruktion leistet mehr als eine Brücke. Statisches Konzept und räumlicher Stadtraum und sind eng miteinander verknüpft. Durch überlagerte Formen und Strukturen entstehen lebendige Räume mit Aufenthaltsqualität. Konstruktiv handelt es sich um ein gegenstabilisierendes Hängeprinzip, das konsequent in Stahl ausgeführt wurde. Die Passerelle Simone de Beauvoir nimmt durch ihre innovative Konstruktion die Tradition der Pariser Brücken auf, die die neusten Technologien ihrer Epoche zum Ausdruck bringen und leistet hierzu einen beeindruckenden Beitrag.
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Foto von Earl Carter |
Projekt: Glenburn House
Standort: Victoria, Australien
Verfasser: sga: Sean Godsell Architects (Melbourne, AUS)
Kurzbeschreibung:
Das Glenburn House ist ein Wohnhaus im australischen Farmland unweit der Stadt Melbourne. Das Gebäude ist teilweise in das hügelige Gelände eingebaut und somit optimal in die Landschaft integriert. Durch diesen natürlichen Wall ist es vor starken Wettereinflüssen und besonders der Hitze geschützt. In die robuste Gebäudehülle sind Solarkollektoren integriert, so dass das Wohnhaus Passivhaus-Standard entspricht.
Jurystatement:
Das Wohnhaus überzeugt durch die Integration in die Landschaft. Es ist erdverbunden und schafft einen Bezug mit dem Kontext, in dem die Übergänge von Innen- und Außenraum, von Gebäude und Landschaft fließend sind. Dies wird besonders durch die lamellenartige Fassade erzeugt, die die Landschaft im Inneren fortgeführt und lediglich zu „sieben“ scheint. Der Entwurf generiert gut bewohnbare Räume und erscheint durch den Umgang mit der Umgebung und der Materialiät des rostenden Stahls sinnlich und poetisch. Das Glenburn House wird zu einem Teil der Landschaft.
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| SONDERPREIS AKUSTIK |
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Foto von Ulrich Schwarz |
GEWINNER Projekt: Franz Liszt Konzerthaus
Standort: Raiding, Österreich
Verfasser: Atelier Kempe Thill (Rotterdam, NL)
Kurzbeschreibung:
Das Konzerthaus im österreichischen Raiding, einem ländlichen Ort mit nur 900 Einwohnern, ist eine Interpretation der städtischen Bauaufgabe eines Konzerthauses übertragen auf den ländlichen Kontext. Mit minimalen architektonischen Mitteln wird dabei eine maximale räumliche Wirkung erzielt. Die Architektur selbst erzeugt die Akustik des Raumes, in dem auf das klassische akustische Proportionssystem der Box zurückgegriffen wird. Auf auditive technische Hilfsmittel wird verzichtet. Der Raum wird durch ein Raster von Holzleimbindern geformt, die mit doppelt gekrümmten Holztafeln ausgefacht sind. Kassettenwände erzeugen eine einheitliche Struktur und Oberfläche, die Schall und Klang gleichmäßig im Raum verteilen.
Jurystatement:
Das Projekt reagiert sensibel und zurückhaltend auf die Situation in ländlichen Kontext und schafft gute Räume ohne den Maßstab der Umgebung zu sprengen. Die Verwendung der reduzierten Mittel erscheint als angemessene Reaktion. Der Rückgriff auf die altbewährte Form der akustischen Box und die Schaffung guter Grundlagen für Schall und Klang allein durch architektonische Mittel wird konsequent umgesetzt. Das Konzerthaus überzeugt durch den einheitlichen Einsatz des Materials Holz und dessen gradlinige Verwendung.
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Foto von Oliver Brünjes, Vera Burbach-Brünjes |
Projekt: Umbau des Landtags im Saarland
Standort: Saarbrücken, Deutschland
Verfasser: Oliver Brünjes Architekt BDA (Saarbrücken, D)
Kurzbeschreibung:
Das Projekt in Saarbrücken beinhaltet Umbau und Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Landtags aus dem Jahr 1864 unter Berücksichtigung besonderer Anforderungen an den Plenarsaal dessen Innenarchitektur, Ausleuchtung, Sprachverständlichkeit, Sicherheit, Ergonomie und Ausstattung modernisiert wurde. Durch die Entwicklung spezieller Deckenmodule wird die Beleuchtung, Akustik und Installation der Plenarsaaldecke einheitlich, gestalterisch reduziert ermöglicht. Eine wesentliche Aufgabe bestand darin die wichtigen Bauzeitepochen der Gründerzeit, der 50er Jahre und den heutigen Eingriffen zu einer Einheit zu verbinden.
Jurystatement:
Das Gesamtkonzept und die Vielzahl der einzelnen Eingriffe beruht auf dem respektvollen Umgang mit der bestehenden, denkmalgeschützten Bausubstanz und der zurückhaltenden Verwendung vorhandener Materialien. Diese werden im Detail neu interpretiert, mit innovativen Materialien kombiniert und schaffen ein homogenes Raumgefüge und ein repräsentatives Ambiente. Die Jury überzeugt besonders die Entwicklung der Deckenmodule, die sowohl zur Beleuchtung als auch zur Verbesserung der Akustik eingesetzt werden. Sie prägen als universell einsetzbares, dominierendes Element den Charakter des Raums. Vertikale Glaslamellen erzeugen eine gleichmäßige Lichtqualität und schaffen durch Reflexe und überlagerte Lichtstrukturen eine besondere Atmosphäre.
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Foto von Jörg Hempel |
Projekt: Brunner Kommunikationszentrum
Standort: Rheinau-Freistett,Deutschland
Verfasser: schneider+schumacher (Frankfurt am Main, D)
Kurzbeschreibung:
Das Brunner Kommunikationszentrum ist ein Ausstellungs- und Bürogebäude für einen Möbelproduzenten. Der Entwurf sieht ein dreieckiges, zweigeschossiges Gebäude vor, das mit minimalem Abstand zum vorhandenen Verwaltungsgebäude errichtet wurde. Bei den Materialien der Haupttragkonstruktion handelt es sich um ein zweidimensionales Holzfachwerk aus Rauten und Parallelogrammen, das auf einem dreieckigen Grundriss basiert. Das Akustikkonzept beruht auf der Vermeidung von planen und zueinander parallelen Flächen.
Jurystatement:
Konstruktive, gestalterische und akustische Elemente sind gelungen miteinander kombiniert und durch die gefaltete Holzstruktur des Dachs umgesetzt.
Die Ablesbarkeit der akustischen Maßnahmen, der gefalteten Geometrie, sorgt für ein spannendes Wechselspiel der Deckenuntersicht und prägt als wesentliches Gestaltungsmerkmal den Innenraum. Die zusätzliche Perforation der Holzoberflächen optimiert die akustischen Qualitäten des Raumes.
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| SONDERPREIS ARCHITEKTURXPORT |
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Foto von Christian Richters |
Projekt: Dutch Ambassador´s Residence
Standort: Peking, China
Verfasser: Dirk Jan Postel, Kraaijvanger-Urbis (Rotterdam, NL)
Kurzbeschreibung:
Der Neubau der Residenz des niederländischen Botschafters in Peking ist ein eingeschossiges freistehendes Gebäude, das repräsentative Funktionen, Servicebereiche und Privaträume beinhaltet. Es besteht aus zwei Flügeln, die durch einen Wintergarten verbunden werden. Die Fassade besteht aus großen Glasschiebetüren, die durch ihre Horizontalität das räumliche Gefühl steigern und einen Gegensatz zu der Vertikalität der Bäume bilden. Optisch sind alle Räume und der Garten fließend miteinander verbunden. Das Wohnhaus wird von einer langen Natursteinmauer geprägt, die sich hinter dem Gebäude erstreckt.
Jurystatement:
In diesem Projekt vereinen sich filigrane Glasarchitektur mit sauberer Detaillierung und für China ausgesprochen sorgfältiger Ausführung. Der Umgang mit dem Thema Mauer und Garten weckt Erinnerungen an Mies van der Rohe und Philip Johnson und wurde hier bis zur Perfektion weiterentwickelt. Gleichzeitig werden asiatische Einflüsse aufgenommen und die Granitmauer vor Ort entwickelt. Der westliche Einfluss wird durch den akkuraten Einbau von Schiebefenster verdeutlicht, die die bisher größten in China darstellen. Ein Haus, das einen privilegierten Standard verdeutlicht und in dem man gerne wohnen möchte.
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GEWINNER Projekt: Wall House
Standort: Santiago de Chile, Chile
Verfasser: FAR frohn&rojas (Köln, D)
Kurzbeschreibung:
Das Wohnhaus befindet sich in einem ländlichen Vorort von Santiago de Chile. Zwischen mehreren Schichten der Gebäudehülle mit unterschiedlichen klimatischen, statischen und funktionalen Eigenschaften, siedeln sich die Wohnbereiche an. Die äußere Schicht, eine Membran aus dem Gewächshausbau, bestimmt den zeltartigen Charakter des Gebäudes und ist gleichzeitig wichtiger Bestandteil des Klimakonzeptes. Da viele am Bau beteiligte Arbeitskräfte nur eingeschränkte Erfahrungen aufweisen konnten, wurden Teile der Wandlayer vor Ort in Do-it-yourself-Weise errichtet.
Jurystatement:
Das Projekt überzeugt durch die innovative Interpretation des Themas Wohnhaus und ist ein gelungener Grenzgang zwischen massivem Gebäude und Zeltarchitektur. Es wirkt mobil wie ein Nomadenzelt, ist dennoch fest verankert und stellt einen eigenen Typus dar. Mit Hilfe einer Hierarchie von Wandschichten aus untypischen, recyclebaren Materialien wird das Verhältnis von Innen und Außen neu definiert. Mit einem geringen Kostenaufwand wurden spannende räumliche Qualitäten entwickelt, die temporär und veränderbar auf die Gegebenheiten des Standortes reagieren.
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Foto von Marcello Bonfanti |
Projekt: Prayer and Meditation Pavilion
Standort: Soba, Sudan
Verfasser: Studio Tamassociati (Venedig, I)
Kurzbeschreibung:
Der Bet- und Meditationsraum ist Teil eines Zentrums für Herzchirurgie im Sudan, errichtet von einer humanitären Organisation. Um der spirituellen Komplexität des Landes gerecht zu werden, bietet der Raum Platz für alle Glaubensrichtungen. Die Architektur des Gebäudes orientiert sich dabei an lokalen, traditionellen Techniken. Es besteht aus zwei separaten, weißen Kuben, die durch ein Palmzweigdach verbunden werden. Der Gebäudekomplex wird von einem Wasserbecken umgeben, wodurch eine Trennung zwischen dem Makrokosmos des Krankenhauses und dem Mikrokosmos des Meditationsraumes erreicht wird.
Jurystatement:
Die Architekten schaffen es, eine neutrale Meditationsstätte für sämtliche religiösen und ethnischen Gruppen des Sudans zu schaffen. Mit einfachen lokalen Mitteln und simpler Konstruktion schaffen sie einen sachlichen Raum, der durch seine Schlichtheit besticht. Dieser wird durch eine bewusste Inszenierung von Licht und Schatten räumlich aufgewertet und stahlt eine beruhigende Stille aus, die durch die umgebenden Wasserflächen zusätzlich verstärkt wird. Lobenswert ist weiterhin der sensible Umgang mit lokalen Materialien, Gestaltungsmerkmalen und die Einbeziehung lokaler Baukräfte.
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| SONDERPREIS STUDENTEN |
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Bild von Fukerider/ Kemmether |
Projekt: eCO2Lodge
Verfasser: Fabian Fukerider, Olaf Kemmether (TU München, D)
Kurzbeschreibung:
Bei dem Projekt handelt es sich um eine kompakte schwimmende Wohneinheit, die kostengünstig hergestellt werden kann und den Komfortansprüchen der modernen Gesellschaft gerecht wird. Als primärer Baustoff wird der nachwachsende Rohstoff Bambus verwendet. Das System besteht aus unterschiedlich großen Installations- und Wohnmodulen, die in eine trianguläre Bambuskonstruktion eingehängt werden. Eine spezielle Verbindungstechnik gleicht die Maßtolleranzen der Bambusrohre aus und nimmt die Torsionsbeanspruchung aus der Wasserbewegung auf.
Jurystatement:
Der Entwurf zeigt eine gelungene Kombination eines natürlichen Baustoffs und hohen technischen Ansprüchen. Die Entwicklung der Stahl-Bambus-Verbindungen zeugt von einer detaillierten Betrachtung der Materialien sowie deren Eigenschaften. Die Materialwahl wird dabei besonders den aktuellen Themen der temporären Architektur und Leichtbau gerecht.. Eine Realisierung des Projekts ist gut vorstellbar.
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Projekt: The Range and Limits of Deployable Space Frames Based on Scissor-like Elements to create a Large Structure of Totally Arbitrary Curvature
Verfasser: Polina Petrova (TU Wien, A) Foto von Polina Petrova
Kurzbeschreibung:
Bei dem Projekt handelt sich um die Entwicklung einer dreidimensionalen, doppelt gekrümmten, faltbaren Stabkonstruktion aus scherenartigen Elementen, die in den Bereich Forschung eines universitären Rahmens einzuordnen ist. Die Struktur kann je nach Gebrauch flexibel aus- und eingefaltet werden. Durch das Verschieben von Verbindungspunkten können verschiedenartig gekrümmte Formen gebildet werden.
Jurystatement:
Das Projekt demonstriert eine konzentrierte Auseinandersetzung mit frei formbaren räumlichen Flächentragwerken. Es ist ein gelungenes Beispiel eines flexiblen und vielseitig nutzbaren räumliches System, das sich den Gegebenheiten optimal anpassen kann. Die Arbeit überzeugt als anwendungsfreie Forschungsarbeit, die dem universitären Anspruch auf konzeptionelle Auseinandersetzung entspricht.
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Foto von Leon Schmidt |
GEWINNER Projekt: Solar Decathlon,
Standort: TU Darmstadt
Verfasser: Simon Schetter und Hannes Guddat + Entwurfsgruppe (TU Darmstadt, D)
Kurzbeschreibung:
Der Prototyp für ein rein über Solarenergie betriebenes Wohnhaus entstand im Zuge des „Solar Decathlon“ Hochschulwettbewerbs und ging dort als Gesamtsieger hervor. Ein fließender Raum umgibt den Kern, der Bad und Küche enthält. Durch Klapp- und Schiebesysteme lassen sich Raum und Kern flexibel umgestalten und nutzen. Das passive Energiesystem, ergänzt durch Photovoltaik optimiert die Effizienz des Wohnhauses. Die Belichtung wird durch Reflexion und den Einsatz von satiniertem Plexiglas ergänzt.
Jurystatement:
Das Projekt überzeugt durch die Konsequenz mit der das nachhaltige Konzept des Gebäudes geplant und realisiert wurde. Durch Schichtung und das geschickte Einsetzten von Klapp- und Schiebesysteme wird ein hohes Maß an Flexibilität erreicht. Das intelligente Belichtungskonzept sowie der Einsatz von Photovoltaik ermöglicht höchste Energieeffizienz. Obwohl die formalen Aspekte hinter dem Energie- und Nachhaltigkeitskonzept zurücktreten, zeugt die Arbeit von einer erstaunlichen studentischen Leistung.
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| DETAIL INDUSTRIEPREIS |
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Foto von Holtkötter/ Korn |
GEWINNER Produkt: Mediamesh
Referenzobjekt: Medienfassade Mediamesh, Mailand
Hersteller: Ag4 media facade + GKD Gebrüder Kufferath
Kurzbeschreibung:
Bei dem Produkt Mediamesh handelt es sich um ein Edelstahlgewebe mit integrierten LEDs zur Medialisierung von Fassaden bei Tag und Nacht. Um das Baugerüst gegenüber des Doms in Mailand zu verhüllen entstand dort die größte Medienfassade Europas.
Jurystatement:
Die neue Medienfassade stellt einen Maßstabsprung der Technologie gegenüber bisherigen Möglichkeiten, Fassaden zu medialisieren, dar. Sie eignet sich besonders für temporäre Eingriffe, wie die Verkleidung von Baustellengerüsten. Die Jury versteht das Produkt als Antwort auf ein wachsendes Bedürfnis, städtische Fassadenflächen mit Medien zu bespielen. Dies trifft besonders auf die asiatische Stadt zu.
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Foto von Paul Ott |
Produkt: Prototyp Klappläden
Referenzobjekt: Showroom Kiefer Technic
Hersteller: Ernst Giselbrecht + Partner architektur zt Kiefer Technic
Kurzbeschreibung:
Neubau eines Bürogebäudes samt Ausstellungsflächen mit Showroom für die Produktpräsentation eines Metallbaubetriebs. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Fassade zu, die als Interface zwischen öffentlichem und privatem Raum, als Kommunikationsmittel, verstanden wird. Der entwickelte Prototyp eines dynamischen Fassadensystems für transparente Fassaden lässt ein individuell steuerbares, sich ständig ein erneuerndes Bild der Fassade entstehen. Neben der Optimierung der raumklimatischen Bedingungen werden durch das Fassadensystem technischen Möglichkeiten und Detailausführungen aufgezeigt.
Jurystatement:
Das Fassadensystem, das unabhängig von der Architektur als vorgehängtes System funktioniert, überzeugt durch den hohen Grad an individueller Steuerung, die es zulässt. Besonders die konsequente Anwendung über die komplette Fassadehöhe und -breite lässt ein Maximum an Entwurfsfreiheit zu. Das Klapp-Prinzip ermöglicht eine Faltung nach oben und unten, so dass die raumhohen Verglasungen komplett geschlossen werden oder die Elemente im geöffneten Zustand als Vordächer weiterhin als Sonnenschutz funktionieren. Das System orientiert sich an historischen Vorbildern und wurde sinnvoll zum Produkt weiterentwickelt.
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Foto von Stefan Müller Naumann, München |
Produkt: Ziegellamellen-Konstruktion für semitransparente Dächer
Referenzobjekt: Alter Hof, München
Hersteller: Moeding Keramikfassaden GmbH
Kurzbeschreibung:
Bei der Sanierung des denkmalgeschützten Alten Hofs in München war es durch hohen Nutzungsdruck notwenig, sämtliche Flächen optimal an heutige Anforderungen anzupassen und gleichzeitig die Qualität des historischen Baudenkmals im Herzen Münchens zu erhalten. Durch den Denkmalschutz war die Öffnung des Daches eingeschränkt. Die, gemeinsam von Architekt und Keramikfassadenhersteller entwickelte, Ziegellamellen-Konstruktion für semitransparente Dächer ermöglicht eine tiefe Belichtung der Dachräume, ohne die umgebende homogene Ziegeldachlandschaft zu beeinträchtigen.
Jurystatement:
Das Produkt ist ein wertvoller Beitrag zum Denkmalschutz und ermöglicht die hochwertige Nutzung von Dachräumen, in denen keine andersartigen Öffnungen, wie Fenster oder Gauben, möglich sind. Von außen entsteht ein flächiger, in der Materialität einheitlicher Eindruck, während die Räume im Inneren gleichmäßig belichtet werden. Trotz Anpassung an moderne Anforderungen bleibt so die
historische Bausubstanz bewahrt und wird durch ein behutsames Weiterbauen neu belebt.
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Partner und Sponsoren |
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Partner des DETAIL Preis ist die
Messe BAU 2009, Messe München |
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| Die Sonderpreise werden durch nachfolgende Sponsoren unterstützt: |
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Kooperationspartner ist die
Bayerische Architektenkammer, ideeller Partner ist der
Bund Deutscher Architekten BDA Bayern e.V.. |
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Für Rückfragen steht Ihnen Bettina Sigmund, Redaktion DETAIL zur Verfügung:
detailpreis2009@detail.de |
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