27.06.2010

Helmholtzschule Frankfurt am Main - Erweiterung in Massivbauweise

Der Beschluss des Kultusministeriums Hessen, die Helmholtzschule im Stadtteil Ostend von Frankfurt am Main für den Ganztagsbetrieb vorzubereiten, bescherte den rund 1000 Schülern einen modernen Anbau mit Bibliothek, Mensa und neuen Klassenräumen. Das Frankfurter Architekturbüro Schneider + Schumacher entschied sich im Hinblick auf ein wohngesundes Raumklima und effiziente Energieeinsparung für einen Massivbau. Dieser wurde gefördert durch die Bundesinitiative »Investitionsprogramm Zukunft, Bildung und Betreuung« (IZBB).

In Weiß, Anthrazit und Schwarz gehalten, fügt sich der zweigeschossige Anbau in
die Umgebung ein. Auffällig ist die große Treppe, die vom Pausenhof in das Obergeschoss führt. Dort wurden neben der großen Schulbibliothek mit 800 Medieneinheiten zwei Klassenräume untergebracht. Im Parterre befinden sich Speisesaal und Küche sowie Nebenräume. Der Erweiterungsbau schließt direkt an das bestehende Schulgebäude an. Verbindungsglied ist ein in den Neubau integriertes Treppenhaus mit Zugängen zu beiden Seiten. Hier befinden sich behindertengerechte Sanitäranlagen und ein Aufzug. Dank südlicher Ausrichtung und großzügiger, raumhoher Fensterflächen werden die Räume mit einer Geschosshöhe von über 3 m optimal belichtet. Im Speiseraum bestimmen klare Formen, warme Farben und funktionales Mobiliar die Atmosphäre und ergeben ein stimmiges Gesamtbild.

Gefährdungen durch Innenraumbelastung in Schulen rücken zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Ein ökologischer Wandbaustoff wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden und die Konzentration aus. Der perlitgefüllte Poroton-Ziegel »T 8« ist ein natürlicher mineralischer Wandbildner ohne chemische Zusätze: antiallergisch und ausdünstungsfrei. Mit dem massiven Mauerwerk wurde damit eine wohngesunde, luftdichte und zugleich atmungsaktive Basis geschaffen. Weiterer Vorteil der monolithischen Ziegelwand ist die hohe Wärmespeicherkapazität. Mit einem U-Wert von 0,18 W/(m2K) bei einer Wandstärke von
42,5 cm eignet sich der Poroton-T 8 auch für Wohn-bauobjekte im KfW-Effizienzhaus-Standard 55. Dank einer Wärmeleitfähigkeit von 0,08 W(mK) ist der Wandbildner als Dämmstoff eingestuft und übertrifft bereits die Anforderungen der derzeitigen Energieeinsparverordnung (EnEV) – ohne eine zusätzliche wärmedämmende Außenhülle zu benötigen. Während der Naturbaustoff in der Heizperiode die Energiekosten senkt, schützt er im Sommer vor einer Überhitzung der Räume. Die Luftporen- und Kapillarstruktur der Poroton-Ziegel funktioniert hierbei wie eine natürliche Klimaanlage und sorgt dafür, dass der Anbau trotz hoher Außentemperaturen angenehm kühl bleibt. Hierbei »saugen« die Ziegel die Wärme tagsüber auf, speichern und geben sie zeitversetzt ab. Bei sinkender Außentemperatur wird diese sinnvoll für die Erwärmung der Innenräume genutzt.

Von vornherein energieeffizient errichtet, hält der Anbau der Helmholtzschule die
Betriebskosten niedrig, was notwendig für den wirtschaftlichen Betrieb einer öffentlichen Schule ist, aber auch im Hinblick auf die Reduzierung des CO2-Ausstoßes.
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