Projektbeschreibung
Im Ursprung des Projektes stand das Bestreben, vielmehr einen Ort, als ein Objekt zu erschaffen, nicht ein Haus auf dem Grundstück zu bauen, sondern das Grundstück selber zum Haus werden zu lassen. Seine gesamte Oberfläche wird als Lebens- und Arbeitsraum seiner Bewohner verstanden – eine nicht hierarchische Sammlung von Innen- und Außenräumen. Das räumliche Konzept sollte zudem für die sehr tiefe und von drei Seiten mit Brandmauern umgebene Parzelle eine optimale Ausnutzung erzielen. Während der Grundriss das Ergebnis der Suche nach der besten Verteilung der einzelnen Funktionen innerhalb des eigenen Grundstücks darstellt, reagieren die Schnitte auf den Kontext. Eine Überlagerung der beiden Ordnungen lässt Raumformen und Raumfolgen entstehen, die eine gemeinsame geometrische Logik, und doch sehr unterschiedliche Proportionen und Höhenentwicklungen aufweisen – oft durchaus überraschende, weil durch äußere, nicht direkt erkennbare Aspekte determiniert. Die Umgebung des Hauses wird durch eine sehr heterogene, kleinteilige Baustruktur aus Einfamilienhäusern, Schuppen und kleinen Werkstätten bestimmt, die ohne erkennbare Regel sowohl freistehend als auch auf die Grundstücksgrenzen oder an die Strasse gesetzt sind. Das neue Haus ist ein Teil dieses „patterns“ geworden, aber hat an Eigenständigkeit gewonnen. In diesem Sinne kann das Projekt sowohl als radikal neu, als auch als traditionell gelesen werden. Neu, weil seine Typologie und räumliche Organisation oft vom gewohnten häuslichen „code“ abweichen. Traditionell, weil sich das Konzept auf die umgebende Realität und die ursprüngliche Bautradition bezieht.Projektdetails
Gebäudetyp: Wohngebäude, Handwerks- und Industriebauen, Wohnhaus, AtelierTragwerkkonstruktion: Massivbau
Fassadenkonstruktion: Fassade
Dachkonstruktion: Flachdach
Material Tragwerk: Mauerwerk, Ziegel
Material Fassade: Putz



